Aussprache zum Krankenhaus im Kreistag beantragt

Schleiz.  UBV will, dass Geschäftsführer Delker die Situation erläutert. Landtagsabgeordnete Thrum, Kalich und Herrgott für Erhalt.

In der Kreisstadt hofft man, dass auch in den nächsten Jahren Kinder im Kreiskrankenhaus Schleiz geboren werden wie die ersten drei zu Beginn 2020.

In der Kreisstadt hofft man, dass auch in den nächsten Jahren Kinder im Kreiskrankenhaus Schleiz geboren werden wie die ersten drei zu Beginn 2020.

Foto: Uwe Lange / OTZ

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Der Kreistag des Saale-Orla-Kreises soll in seiner Sitzung am kommenden Montag eine Aussprache zur Situation der Versorgungssicherheit im Kreiskrankenhaus Schleiz führen. Das beantragt die Unabhängige Bürgervertretung (UBV). Auch die Landtagsabgeordneten sind aktiv geworden.

Nach einem dringenden Hilferuf einer langjährigen Mitarbeiterin des Kreiskrankenhauses Schleiz hat UBV-Fraktionsvorsitzender Andreas Scheffczyk einen Antrag auf Dringlichkeit zur nächsten öffentlichen Sitzung des Kreistages gestellt. Diese findet am 20. Januar um 14 Uhr im großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Schleiz statt. Bei der Aussprache im Kreistag soll auch der Geschäftsführer Ralf Delker und der Personalrat der Kreiskrankenhaus Schleiz GmbH gehört werden, beantragte Scheffczyk.

Unzählige Mitarbeiter würden wegen einer ungewissen Zukunft abwandern, schrieb die Frau in ihrem Hilferuf. Die Mitarbeiterin befürchtet aus Personalmangel die Schließung der Geburtsabteilung, wenn nicht gar der gesamten Schleizer Klinik, die ein Tochterunternehmen der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH ist. Wie berichtet, soll das Sanierungskonzept für beide Krankenhäuser am 31. Januar 2020 vorgestellt werden.

„Kurzfristig muss eine Lösung zum Erhalt des Kreiskrankenhauses über Landesmittel gefunden werden. Langfristig bedarf es einer Veränderung der Strukturen im Krankenhauswesen, sodass auch Krankenhäuser die primär Notfallversorgung leisten, wirtschaftlich arbeiten können und die Beschäftigten einen einheitlichen, gesetzlichen Flächentarifvertrag erhalten“, forderte der Hirschberger AfD-Landtagsabgeordnete Uwe Thrum. Er kritisierte die Kurzsichtigkeit der im Jahre 2005 gefällten Entscheidung, die kreiseigenen Krankenhäuser Pößneck und Schleiz an die Landkreise Saalfeld und Greiz zu übergeben. Thrum werde im Kreistag die Einrichtung eines Krankenhausausschusses beantragen und eine Anfrage an die Landesregierung stellen.

Einen Fragenkatalog habe der Blankensteiner Linke-Landtagsabgeordnete Ralf Kalich bereits in der vergangenen Woche im Sozialministerium abgegeben. „Mitte dieser Woche soll ich Antworten erhalten“, sagte Kalich. Der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Herrgott aus Neustadt sagte, dass er er Landrat Thomas Fügmann (CDU) bei seinen Gesprächen in Greiz und Saalfeld unterstütze. Er sprach sich dafür aus, dass das Kreiskrankenhaus Schleiz auch künftig in „der kommunalen Familie“ bleiben und an keinen Konzern verkauft werden soll.

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