Bäume verfehlen Auto im Saale-Orla-Kreis nur um Zentimeter

Schleiz/Wurzbach.  Sturm Sabine hat vor allem am Montag im Schleizer Oberland gewütet. Ein Autofahrer hatte viel Glück als vor und hinter ihm Bäume auf die Straße stürzten.

Die Einsatzkräfte der Schleizer Feuerwehr befreien ein Fahrzeug, dass zwischen zwei Bäumen stehen blieb.

Die Einsatzkräfte der Schleizer Feuerwehr befreien ein Fahrzeug, dass zwischen zwei Bäumen stehen blieb.

Foto: Ronny Schuberth

Der Sturm Sabine hat für die Einsatzkräfte der Feuerwehren im Oberland des Saale-Orla-Kreises für reichlich Arbeit gesorgt. Schon in der Nacht auf Montag rückten die Einsatzkräfte der Schleizer Stützpunktfeuerwehr aus, um einen quer über der Straße liegenden Baum zwischen Lössau und Langenbuch zu entfernen. Dafür wurden die Schleizer Einsatzkräfte um 2.19 Uhr alarmiert.

Ein Teil der Einsatzgruppe blieb im Feuerwehrgerätehaus in Bereitschaft und rückte um kurz nach 5 Uhr in die Werner-Seelenbinder-Straße nach Schleiz aus. Dort war ein großer Ast von einem Baum abgebrochen und blockierte die Fahrbahn. Bis etwa 7 Uhr dauerte es, bis die Straße wieder freigegeben wurde.

Die Stützpunktfeuerwehr Wurzbach wurde in den frühen Morgenstunden ab 4.15 Uhr zu mehreren Einsätzen alarmiert. Auf der Bundesstraße 90 blockierten zwei Bäume nahe des Lichtentanner Bahnhofs die Fahrbahnen. Ein weiterer Baum blockierte die Verbindungsstraße zwischen Rodacherbrunn und Titschendorf. Zudem musste ein umgestürzter Baum am Knauermühlenberg entfernt werden. Am Mittag rückten die Einsatzkräfte der Wurzbacher Wehr erneut auf die Bundesstraße 90 aus, um dort einen Wurzelstock zu entfernen.

Auto zwischen zwei umfallenden Bäumen stecken geblieben

Für die Schleizer Stützpunktwehr begann die Arbeit am hellen Tage gegen 10.30 Uhr, als sie zum Beseitigen einer Ölspur auf den Nikolaiplatz gerufen wurden. Dort schimmerte Öl auf etwa zwei Quadratmetern regennasser Fahrbahn. Mittels Ölbindemittel, Kehrblech und Besen wurde die Gefahr für Verkehrsteilnehmer und Umwelt gebannt. Der Verursacher der Ölspur blieb unbekannt.

Ab 11.55 Uhr wurden die Schleizer Einsatzkräfte zu mehreren Einsätzen mit umgestürzten Bäumen alarmiert. „Vermutlich aufgrund des durchgeweichten Bodens haben mehrere Bäume ihren Halt in der Erde verloren“, sagte der Schleizer Stadtbrandmeister Ronny Schuberth. Auf dem Hammerberg zwischen Heinrichsruh und Zollgrün waren vier Bäume umgestürzt. Glück im Unglück hatte dabei der Fahrer eines Ford, der direkt zwischen zwei herabgestürzten Bäumen stand. Der Fahrer blieb unverletzt, sein Auto wurde im Frontbereich leicht beschädigt. Zusammen mit den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Tanna wurden die vier umgestürzten Bäume entfernt.

Auch auf der Bundesstraße 94 nahe Wüstendittersdorf musste ein umgestürzter Baum von der Fahrbahn beräumt werden. Zwischen der Eisbrücke und Burgkhammer musste ein umgestürzter Baum beseitigt werden. Am Eisberg zwischen Möschlitz und der Eisbrücke waren es gleich fünf Bäume, die zur Gefahr geworden waren. Während drei der Bäume über der Straße hingen und entfernt werden mussten, drohten zwei auf dem Hang liegende Bäume von dort aus auf die Straße zu stürzen. Um diese Gefahr zu unterbinden wurden sie von der Drehleiter aus zerteilt und weggeräumt.