Bionda Börner wird 11. Bad Lobensteiner Moorprinzessin

Bad Lobenstein  Am kommenden Sonnabend findet die offizielle Amtsübergabe während des Marktfestes in Bad Lobenstein statt

Amtsübergabe: Bionda Börner (links) wird die 11. Bad Lobensteiner Moorprinzessin und tritt somit die Nachfolge von Sarah-Luise Rother an.

Amtsübergabe: Bionda Börner (links) wird die 11. Bad Lobensteiner Moorprinzessin und tritt somit die Nachfolge von Sarah-Luise Rother an.

Foto: Peter Hagen

Das große Geheimnis, an wen die 10. Moorprinzessin beim bevorstehenden Marktfest die Amtsgeschäfte übergibt, ist gelüftet: Bionda Börner tritt die Nachfolge von Sarah-Luise Rother an. „Ich freue mich ganz doll darauf, auch wenn ich in große Fußstapfen trete“, äußert die 18-jährige Bad Lobensteinerin ihren ­Respekt vor den anstehenden Aufgaben als ehrenamtliche ­Repräsentantin der Kurstadt.

Über 200 Gäste wollen sich den Moment nicht entgehen lassen, als während des Kurkonzertes an der Ardesia-Therme die erstmalige öffentliche Vorstellung der künftigen Moorprinzessin über die Bühne geht. Doch zuvor ist es Bürgermeister Thomas Weigelt (parteilos) ein persönliches Bedürfnis, sich bei Sarah-Luise Rother zu bedanken. „Sie hat das großartig gemacht“, gibt es anerkennende Worte und viel Beifall aus dem Publikum. Ein besonderer Dank gebührt gleichfalls der Mutter von Sarah-Luise Rother, die im Hintergrund stets dafür sorgte, dass die Moorprinzessin jederzeit schick aussah und die vielen Termine schaffen konnte. „Im Frühling und Sommer gibt es fast an ­jedem Wochenende Veranstaltungen, an manchen sogar gleich zwei oder drei, die zu ­besuchen waren“, blickt die 10. Moorprinzessin auf ihre zweijährige Amtszeit. Im Herbst seien es viele Messen, an denen für Kuraufenthalte in Bad Lobenstein geworben worden ist.

Gemeinsam das Abitur gemacht

Die scheidende und die künftige Moorprinzessin kennen sich persönlich sehr gut. Am Gymnasium waren sie sogar gemeinsam in einem Kurs gewesen. Im Frühjahr ist das Abitur erworben worden, dem sich bei Bionda Börner jetzt nicht sofort ein Studium anschließen soll. „Ich möchte erst einmal ein Jahr überbrücken“, ist von Bionda Börner zu erfahren. Etwas Geld verdient sie sich in einer Pizzeria in der Poststraße sowie im Kletterwald in Pöritzsch. Im Auge hat sie ein Duales Studium, das sie möglichst über eine Firma in der Region anstrebt. „Das kommende Jahr dient mir dabei als Orientierung, aber es geht wohl in Richtung Betriebswirtschaftslehre“, sagt sie. Auf jeden Fall wolle sie später „keinen reinen Schreibtisch-Job“ haben. Denkbar wäre eine Tätigkeit in der Touristik-Branche. Womit sich der Kreis schließt zum Ehrenamt als Moorprinzessin.

Schon vor zwei Jahren, blickt Bionda Börner zurück, habe sie sich bei der Stadtinformation erkundigt, wie man sich um dieses Amt bewerben könne. Warum? „Na jedes Mädchen möchte einmal Prinzessin sein“, lacht sie sympathisch. Lampenfieber vor Auftritten mit großem Publikum scheint ihr fremd. Ein Jahr spielte sie am Jungen Theater in Hof mit. Besucher der großen Weihnachtskonzerte in Bad Lobenstein konnten sie bereits als ­Moderatorin erleben.

Wie bei ihrer Amtsvorgängerin auch, dürfte einmal mehr die Mutti im Hintergrund eine wichtige Unterstützung sein. Zumal diese als Inhaberin eines Kosmetikstudios ganz professionell ­dabei helfen kann, dass die 11. Moorprinzessin immer hübsch gestylt ist. Was auf sie zukommt, ahnt Bionda Börner nach den vielen Gesprächen mit ihrer Vorgängerin. Werbung für den Kurort zu machen, dürfte recht leicht fallen. Denn die ­Ardesia-Therme kennt sie bereits bestens. „Am liebsten bin ich in der Salzgrotte. Sich in die Decke zu kuscheln und dem Plätschern zuzuhören finde ich sehr entspannend.“ Zudem habe sie bereits an einer Führung durch die Katakomben teil­genommen und kenne somit die Therme auch von unten.

Einen ihrer ersten Termine wird Bionda Börner in der Kreisstadt haben. Denn dort treffen sich die Hoheiten aus der Region am 31. August zur Schleizer Modenacht. In diesem Zusammenhang betont sie sogleich, dass auch für Bad Lobenstein solche traditionellen Veranstaltungen sehr wichtig seien. „Natürlich muss deshalb der Muttertagsbummel wieder stattfinden dürfen“, unterstützt sie den Bürgermeister, der sich nicht mit dem Verbot, das in diesem Jahr durch übergeordnete Behörden verhängt worden war, abfinden möchte.

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