Rassismusvorwurf

Nach Angriff auf Weihnachtsmarkt Schleiz: FSV sieht Klärungsbedarf

Der Vorstand des FSV Schleiz sieht Klärungsbedarf nach dem Verdacht auf eine politisch motivierte Straftat auf dem Schleizer Weihnachtsmarkt und will den Vorfall erst intern auswerten.

FSV-Vorstandsvorsitzende Claudia Ludwig will mit ihren Vereinskameraden über den Vorfall auf dem Weihnachtsmarkt sprechen.

FSV-Vorstandsvorsitzende Claudia Ludwig will mit ihren Vereinskameraden über den Vorfall auf dem Weihnachtsmarkt sprechen.

Foto: Alexander Hebenstreit

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Nach dem Vorfall von Sonnabend auf dem Schleizer Weihnachtsmarkt, wo ein junger Deutscher einen Albaner mit der Faust ins Gesicht geschlagen hatte und diesen in einer Gruppe bis in eine Gaststätte verfolgte, gibt es Klärungsbedarf beim Fußballsportverein Schleiz (FSV). Denn der Einsatzleiter Polizei schätzte den Vorfall vor Ort als politisch motivierte Straftat von rechts ein. Die Gruppe der Verfolger skandierte lautstark auf der Straße „Hier regiert des FSV!“.

„Ich werde den Vorfall intern noch ein Mal besprechen“, sagt FSV-Vorstandsvorsitzende Claudia Ludwig. Grundsätzlich seien die Männer, die den Geschlagenen verfolgten, Erwachsene und ihr Handeln eine Privatangelegenheit. „Ich war nicht vor Ort, ich kann mich dazu jetzt noch nicht näher äußern“, gibt die Vorstandsvorsitzende zu verstehen. Es sei das erste Mal, dass sie mit einem Vorfall solcher Art konfrontiert ist. „Wir bemühen uns um Integration, besonders in der Kinder- und Jugendarbeit. Wir haben auch Kinder und Jugendliche von Ausländern in unserem Verein“, betont sie. Sport sei ein gutes Mittel der Integration, was wichtig ist und genutzt werden sollte.

Mutmaßlich rechtsmotivierter Angriff in Schleiz

Noch in dieser Woche möchte Claudia Ludwig mit ihren Sportkameraden über den Vorfall von Sonnabend ein offenes Gespräch führen. „Man muss jedem eine Chance geben, Stellung zu beziehen. Es müssen beide Seiten gehört werden. Es war sicherlich auch viel Alkohol im Spiel, damit möchte ich aber niemanden in Schutz nehmen“, gibt sie zu verstehen. Nachdem sie mit ihren Sportkameraden gesprochen hat, wolle sie über die Ergebnisse der Gespräche berichten.

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