CNC Filter Sparnberg steigt in Gesichtsmasken-Produktion ein

Sparnberg.  Bis zu 350.000 Gesichtsmasken kann der 18 Mitarbeiter zählende Betrieb im Hirschberger Ortsteil täglich in zwei Schichten herstellen.

Die Unternehmerbrüder Marco (links) und Sebastian Müller mit den Gesichtsmasken namens Rhino.

Die Unternehmerbrüder Marco (links) und Sebastian Müller mit den Gesichtsmasken namens Rhino.

Foto: CNC Filter/Nadine Kraft

Die CNC Filter GmbH & Co. KG aus Sparnberg steigt in die Massenproduktion von Gesichtsmasken ein. Insgesamt bis zu 350.000 Stück könne der 18 Mitarbeiter zählende Betrieb im Hirschberger Ortsteil täglich in zwei Schichten herstellen, teilte Geschäftsführer Sebastian Müller am Freitag mit. Die Einwegmasken sollen über den eigenen Onlineshop namens Filterino an Großabnehmer wie Behörden verkauft werden. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Das Schwesterunternehmen CNC-cut Textil GmbH & Co. KG schneidet verschiedene Materialien wie Vlies, Filz und Schaumstoff zu und fertigt unter anderem Schallabsorber für die Automobilindustrie. „Mit Ausbreitung des Coronavirus ist die weltweite Nachfrage nach Infektionsschutzmasken in nie dagewesene Höhen geschnellt. Im klinischen Umfeld ohnehin unerlässlich, wird das Tragen eines Mundschutzes jetzt auch im privaten Alltag als sinnvolle Präventionsmaßnahme angesehen, etwa beim Einkauf im Supermarkt oder bei unvermeidbaren Begegnungen mit Personen außerhalb des eigenen Hausstandes. Um Engpässen bei der massenhaften Versorgung mit Schutzmasken entgegenzuwirken, haben wir mit unserem Team eine kreative Lösung entwickelt, die auf ihrer langjährigen Erfahrung beim Konfektionieren technischer Textilien beruht“, erklärte Sebastian Müller, der das Unternehmen mit seinem Bruder Marco leitet.

Zertifizierung für Gesichtsmasken aus Sparnberg geplant

Die eigens designte Gesichtsmaske bestehe vollständig aus Filtervlies und benötige keine weiteren Verarbeitungsschritte. Die wegen ihrer Formgebung als „Rhino“ bezeichneten Masken-Zuschnitte gibt es für unterschiedliche Kopfgrößen vom Kind bis zum Erwachsenen. Zur Wahl stehen drei verschiedene Gewebe aus Polypropylen-Filtervlies, darunter zwei, die den strengen Kriterien der Schutzstufe FFP2 und FFP3 genügen. Das von der Sandler AG in Schwarzenbach hergestellte Material sei zertifiziert. Eine DIN-EN-14683-Zertifizierung für die in Sparnberg hergestellten Masken sei geplant. Die Punkte auf den Masken seien kein Muster, sondern eine Prägung, die den dreilagigen Vlies und die innenliegende Schutzschicht zusammenhält.

„Wir haben Material für 240.000 Masken vorrätig. Unsere Verpackungsanlage kann täglich bis zu 3000 Großabpackungen herstellen“, sagte Sebastian Müller, der mit seinem Bruder Marco die Fertigungsanlagen bei CNC Filter bereits auf den neuen Mundschutz umrüsten lässt.