Das Publikum in Wurzbach befragt

Wurzbach.  Umfrage der Karnevalsgesellschaft „Grün-Gold“ Wurzbach: Mehrheit gegen Veranstaltung unter den aktuellen Corona-Bedingungen

Ob auch im Jahr 2021 der traditionelle Umzug der Faschings- und Karnevalsvereine durch Wurzbach ziehen wird, ist aufgrund der Corona-Pandemie fraglich. 

Ob auch im Jahr 2021 der traditionelle Umzug der Faschings- und Karnevalsvereine durch Wurzbach ziehen wird, ist aufgrund der Corona-Pandemie fraglich. 

Foto: Sophie Filipiak / ARchiv

Die Besetzung des Rathauses, Gala-Abende und der große Umzug gehören in Wurzbach zur Faschingszeit einfach dazu. Ob aber das Veranstaltungsprogramm im kommenden Jahr im gewohnten Rahmen stattfinden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt fraglich. Die Karnevalsgesellschaft „Grün-Gold“ Wurzbach hat eine Online-Umfrage gestartet, um die Meinung interessierter Faschingsfans einzuholen.

„Wir denken intensiv darüber nach, ob und wie wir unter Einhaltung der staatlichen Vorgaben Karneval feiern können und möchten deshalb gerne wissen, ob ihr unter den unten aufgeführten Bedingungen eine Veranstaltung des Wurzbacher Karnevals besuchen würdet“, heißt es zur Begrüßung in der Umfrage. Bei einem Gala-Abend im Hammersaal müssten laut den aktuellen Vorgaben Gäste eine Mundmaske tragen, außer sie befinden sich auf ihren Sitzplätzen. Es gebe keinen Barbetrieb und auch keinen Tanz nach den offiziellen Programmpunkten. Die Besucheranzahl wäre begrenzt. Da die Karnevalsgesellschaft über viele Mitglieder verfügt, wären daher nur sehr wenige Plätze für Gäste vorhanden

Es liegt bereits ein Zwischenergebnis der Umfrage vor. „Rund 60 Prozent der Vereinsmitglieder und Gäste sind gegen einen Fasching unter den aktuellen Bedingungen“, erklärte am Mittwoch Wolfgang Bauer, Präsident der Karnevalsgesellschaft gegenüber dieser Zeitung. Bei einer Versammlung der Gesellschaft in den kommenden Tagen soll das vorläufige Ergebnis ausgewertet werden.

So ganz auf das närrische Treiben müssen die Faschingsfreunde aber nicht verzichten. In den vergangenen Jahren war es Tradition, am Sonnabend nach dem 11. November die neue Saison mit einem Programm und der Mottoverkündigung im Hammersaal zu beginnen. Die Entscheidung sei zwar nicht leicht gefallen, aber zum ersten Mal in der Geschichte der Karnevalsgesellschaft wird es wegen der Corona-Pandemie keine offizielle Karnevalseröffnung geben.

Närrisches Küchlebacken

Dafür haben sich die Verantwortlichen einen Alternative ausgedacht: Am Sonnabend, 14. November, lädt der Verein ab 11:11 Uhr zum „närrischen Küchlebacken“ am Hammersaal ein. „Das meiste wird draußen stattfinden“, so Wolfgang Bauer. Die Küchle werden der zentrale Punkt sein, daneben werden auch Kuchen und diverse Heißgetränke angeboten. „Wir werden auch Aufnahmen aus den vergangenen Jahren zeigen“, fügte der Präsident hinzu.

Zudem beginnt Anfang November der Vorverkauf für ein Konzert, zu dem die Karnevalsgesellschaft für Sonnabend, 12. Dezember, ab 19 Uhr einlädt. Wieder ist die „Simon und Garfunkel Combo“ zu Gast im Hammersaal. Nico Gottsmann und Martin Stöhr aus Bad Lobenstein sorgen seit mehr als zehn Jahren gemeinsam dafür, dass die unverwechselbaren Songs des Folk-Rock-Duos „Simon und Garfunkel“ weiter authentisch live zu erleben sind. Als Combo hatten sich die beiden zusammengeschlossen und lassen „Mrs. Robinson“ und „ The Sound of Silence“ in einzigartiger Weise weiterleben. Eintrittskarten sind online unter www.karneval-in-wurzbach.de erhältlich. „Wir hoffen natürlich, dass sich die Corona-Situation bis dahin entschärft hat“, so Wolfgang Bauer.

Auch das Vereinsleben steht nicht still. „Einige Gruppen proben weiterhin gemeinsam“, erläuterte Wolfgang Bauer. „So sind wir vorbereitet, wenn wir im Frühjahr oder Sommer vielleicht doch noch Veranstaltungen mit neuen und alten Programmpunkten anbieten.“ Möglich wäre eine fast vergessene Tradition wieder ins Leben zu rufen: ein Sommernachtsfasching der Karnevalsgesellschaft.