Deutlich mehr Geld für Schulsozialarbeit im Saale-Orla-Kreis

Bad Lobenstein.  Finanzielle Mittel auf Antrag der Landtagsfraktion der Linken für dieses Jahr nahezu verdoppelt

Schulsozialarbeit wird als wichtig bei der Schaffung eines demokratischen Schulklimas gesehen und in diesem Jahr mit zusätzlichen finanziellen Mitteln gefördert.

Schulsozialarbeit wird als wichtig bei der Schaffung eines demokratischen Schulklimas gesehen und in diesem Jahr mit zusätzlichen finanziellen Mitteln gefördert.

Foto: Alexander Volkmann / TA

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Als einen „großen Schritt hin zu einer vollständigen Ausstattung aller Schulen mit Schulsozialarbeit und damit multiprofessionellen Teams“ im Saale-Orla-Kreis bezeichnet Landtagsmitglied Ralf Kalich (Linke) einen Änderungsantrag seiner Fraktion zum Haushalt 2020, der beschlossen wurde. Damit könnten die Schulen im Landkreis mit 730.594 Euro für die Schulsozialarbeit rechnen. „Das sind 338.400 Euro beziehungsweise 93,3 Prozent mehr als 2019“, so Kalich.

Die Landesförderung werde um 3,75 Prozent für Tarif- und Sachkostensteigerungen aufgestockt. Zusätzlich erhalte der Saale-Orla-Kreis 338.400 Euro, um beispielsweise auch in Grundschulen und bei freien Schulen neue Stellen für Schulsozialarbeit finanzieren zu können. „Damit können sechs neue und zusätzliche Vollzeitstellen für Schulsozialarbeit finanziert werden“, so Kalich, der den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen nicht nur auf die Vermittlung des Lehrplanes beschränkt sieht. „Gerade durch Schulsozialarbeit werden Probleme und Herausforderungen wie Drogen, Mobbing und Gewalt, Schulverweigerung und die Entwicklung eines demokratischen Schulklimas aktiv angegangen“, meint er. Die Schulsozialarbeit werde als kommunale Aufgabe durch das Land seit gut zehn Jahren aktiv unterstützt. Jetzt sei nahezu eine Verdoppelung der finanziellen Mittel erreicht. Kalich „appelliert an die demokratischen Fraktionen im Landtag, keine Blockadehaltungen für eine progressive Landespolitik aufzubauen, welche zu Lasten der Kommunen und guter Bildung gehen würde“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren