Digitalministerin kontaktiert Telekom-Vorstand zwecks Mobilfunk für Mödlareuth

Mödlareuth  Dorothee Bär (CSU) unterstützt die Forderung des Thüringer FDP-Landtagsabgeordneten Dirk Bergner, "Mödlareuth endlich mit Mobilfunk zu versorgen".

Steffen Kaptein stellt sich in Mödlareuth auf den Panzer am Parkplatz, um im Funkloch nach einem Mobilfunknetz zu suchen.

Steffen Kaptein stellt sich in Mödlareuth auf den Panzer am Parkplatz, um im Funkloch nach einem Mobilfunknetz zu suchen.

Foto: Archiv/Peter Cissek

Nach der Forderung des Thüringer FDP-Landtagsabgeordneten Dirk Bergner, das einst von Mauer und Stacheldraht geteilte Dorf Mödlareuth mobilfunktechnisch ins 21. Jahrhundert zu führen, hat Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) reagiert.

Wie die Frankenpost in Hof berichtet, habe sich die Ministerin mit dem Vorstand der Deutschen Telekom in Verbindung gesetzt. Die Telekom suche nun nach einem geeigneten Standort für einen Neubau zur Versorgung des Museums und der Siedlung. „Da der Ausbau aufgrund der hohen Infrastruktur- und Anbindungskosten laut Aussage der Telekom für sie unwirtschaftlich wäre, prüft sie auch, welche Instrumente zur Förderung der Investitionen in Frage kommen“, teilt Bär mit. Der Vizepräsident des Thüringer Landtags hatte Bär angeschrieben und öffentlich gefordert, das einst geteilte Ort an der bayerisch-thüringischen Grenze auch mit Blick auf den anstehenden Museumsneubau fit zu machen für die digitale Zukunft.

Das Deutsch-Deutsche-Museum in Mödlareuth zieht jährlich mehr als 80.000 Besucher an, darunter viele Schülergruppen aus dem In- und Ausland, denen mit dem Neubau auch technisch neue Angebote für einen attraktiven Museumsbesuch gemacht werden sollten, begründet Bergner seine Forderung. So sollen neuere Forschungsergebnisse künftig wirkungsvoller vermittelt und zeitgemäße Angebote auch innerhalb einer historisch-politischen Bildungsarbeit unterbreitet werden, erklärt der Landtags-Vize.

Dorothee Bär ist die Ehefrau des Hofer Landrates und des Mödlareuther Museumszweckverbandsvorsitzenden Oliver Bär (CSU). Die Ministerin sieht die Situation ähnlich wie Dirk Bergner und erklärt: „Gerade an einem so geschichtsträchtigen Ort mit einem modernen Museum fällt es natürlich besonders ins Auge, wenn kein ausreichendes Handynetz vorhanden ist."