Ehrlichbach in Hirschberg wird neu gebettet

Hirschberg.  Stadt Hirschberg investiert in Renaturierung und Hochwasserschutz.

Ralf Engelmann (von links), Rüdiger Wohl, Marcel Leistner und Matthias Köhler beim symbolischen Spatenstich zum Hochwasserschutz- und Renaturierungsbauprojekt am Ehrlichbach in Hirschberg.

Ralf Engelmann (von links), Rüdiger Wohl, Marcel Leistner und Matthias Köhler beim symbolischen Spatenstich zum Hochwasserschutz- und Renaturierungsbauprojekt am Ehrlichbach in Hirschberg.

Foto: Oliver Nowak

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Mit dem traditionellen symbolischen Spatenstich hat am Mittwoch die Renaturierung und der hochwasserangepasste Ausbau des Ehrlichbaches im Mündungsbereich der Saale in Hirschberg begonnen. Dazu versammelten sich am Mittwochnachmittag Bürgermeister, Bauplaner und Partner am Hirschberger Museum.

„Ich bin froh, dass dieser Bau nun endlich beginnen kann, ich hatte fast nicht mehr erwartet, das erleben zu können“, kommentiert der Hirschberger Bürgermeister Rüdiger Wohl (parteilos) den Beginn der Bauarbeiten. Ganze zehn Jahre habe es gedauert, bis das Geplante nun umgesetzt werden könne. „Wir haben im Jahr 2010 schon die Förderzusage zur Planung von der Thüringer Aufbaubank bewilligt bekommen. Aber uns haben immer die weiteren notwendigen Mittel gefehlt. Deshalb bin ich der Aufbaubank wirklich dankbar, dass sie uns immer wieder Aufschub gegeben hat“, skizziert Rüdiger Wohl den Werdegang des Projektes. Dabei seien die Kosten für die Baumaßnahme von ursprünglich 900.000 Euro in den vergangenen Jahren stark angestiegen.

Baumaßnahme kostst 1,7 Millionen Euro

Insgesamt 1,7 Millionen Euro soll die Baumaßnahme nun kosten, die zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehört. 200.000 Euro kommen dabei vom Zweckverband Wasser/Abwasser „Obere Saale“ (Zwos). Auf 165 Meter Länge wird dafür ein neuer Mischwasserkanal gebaut. Die Verrohrung des Ehrlichbaches wird im Rahmen des Hochwasserschutzes überarbeitet. Statt Rohren mit 30 Zentimeter Durchmesser, werden nun Rohre mit 40 Zentimeter Durchmesser genutzt. So sollen physikalische Engpässe bei Starkregenereignissen entgegengewirkt werden. Mit den alten Rohren kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Überflutungen. „Wir versuchen mittlerweile stets, bei Bauprojekten kommunaler Träger mitwirken zu können“, erklärt Ralf Engelmann, Geschäftsführer der Zwos vor Ort. Die restlichen 1,5 Millionen Euro für das Bauprojekt kommen von der Stadt Hirschberg und der Thüringer Aufbaubank. 40 Prozent davon investiert die Stadt Hirschberg über Bedarfszuweisungen des Landes.

Zwölf Monate soll die Bauphase dauern

Geplant hat den Bau das Ingenieurbüro Matthias Köhler aus Bad Steben. Den Bau erledigt die Weischlitzer Tiefbau und Umweltschutz GmbH (WTU) mit Marcel Leistner als Bauleiter. Er rechnet mit einer gut zwölfmonatigen Bauphase. Im Zuge der Bauarbeiten erhält die Karl-Liebknecht-Straße auch eine neue Brücke an neuer Stelle. An der alten Brücke hat der Zahn der Zeit schon ordentlich genagt. Der Straßenverlauf der Karl-Liebknecht-Straße wird dabei leicht verändert.

Auch die Stadt soll ein etwas anderes Gesicht bekommen. „Wir wollen im Rahmen der Städtebaufördermittel das Haus Hirsch abreißen“, erklärt Bürgermeister Rüdiger Wohl. Das baufällige Haus, bei dem bereits ein Großteil des Daches eingestürzt ist, soll aus dem Panorama des Saalestädtchens verschwinden. „Zurzeit ist es Aufgabe der Stadt, eine Neugestaltung für diesen Bereich zu entwerfen, damit die nötigen Fördermittel an der zuständigen Stelle beantragt werden können“, erklärt Wohl.

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