Schnäppchen machen: Flohmarkt in Schleizer Stadtbibliothek

Schleiz.  Die Stadtbibliothek in Schleiz veranstaltete am Wochenende wieder einen Bücherflohmarkt. Kinderbücher waren erneut am meisten gefragt.

Nachdem der Bücherflohmarkt im März ausfallen musste, hatte die Schleizer Stadtbibliothek aber jetzt zur Herbst-Ausgabe einladen können.

Nachdem der Bücherflohmarkt im März ausfallen musste, hatte die Schleizer Stadtbibliothek aber jetzt zur Herbst-Ausgabe einladen können.

Foto: Dominique Lattich

„Es ist wie ein Blutrausch – wenn Bücher nur zwei oder drei Euro kosten, will man immer mehr“, sagt Bibliotheksleiterin Darja Wetzel am Samstagnachmittag schmunzelnd. Um sie herum sind die Menschen noch eifrig am Stöbern. Der Bücherflohmarkt holte zahlreiche Besucher trotz des Regenwetters aus ihren Häusern.

Verständlich, meint die Leiterin, denn selbst auf anderen Flohmärkten seien Bücher, CDs und DVDs meist nicht so günstig wie beim Bücherflohmarkt dieser Stadtbibliothek. „Schon eine Viertelstunde vor Beginn standen die ersten Leute vor der Tür.“ Alle müssen sich registrieren, Mund-Nasenschutz ist Pflicht. „Alle Kontaktdaten kommen in eine Kiste, die weggeschlossen wird. Nach vier Wochen werden alle Daten vernichtet“, erklärt Darja Wetzel.

Die Besucher des Flohmarktes kommen nicht nur aus Schleiz. „Wir haben auch Leute aus Greiz, Triptis und Hermsdorf im Haus“, so die Leiterin. „Sie kommen von überall her.“ Zum einen liege das an den Preisen, zum anderen auch daran, dass ein sehr vielfältiges Sortiment angeboten wird. „Locker 100 Bananenkartons

voller Bücher, DVDs und DCs haben wir“, sagt Darja Wetzel. „Manche Besucher gehen auch mit ein oder zwei Kartons voller Bücher wieder heraus.“

Der ungebrochene Renner seien nach wie vor Kinderbücher, wie die Leiterin beobachtete. „Die gehen immer am Besten. Gerade auch ältere Menschen nehmen Bücher aus ihrer Kindheit mit, um sie beispielsweise ihren Enkelkindern zu geben.“ Außerdem kämen beim Durchblättern immer wieder Kindheitserinnerungen hoch.

Auf der anderen Seite komme es auch oft vor, dass Menschen Bücher dort abgeben, weil sie sie nicht mehr brauchen. „Bevor man sie wegwirft, kann man sie gern uns überlassen“, so Darja Wetzel.

Alles, was am Samstag über den Verkaufstisch ging, kommt zu hundert Prozent der Bibliothek zugute. Geplant ist, von den Einnahmen neue Medien zu kaufen, die dann wieder geliehen werden können.

Die Leute nehmen das Angebot dankbar an und sich Zeit zum Stöbern. „Normalerweise veranstalten wir den Bücherflohmarkt zwei Mal im Jahr, im März und Oktober, aber coronabedingt musste er im März ausfallen“, erklärt die Leiterin zum Hintergrund.