Firmenbaustelle in Schleiz wird nachts grün beleuchtet

Schleiz.  Fassadentechnik Weiser lässt im Industriegebiet Wolfsgalgen an der A9-Abfahrt eigene Produktionsstätte errichten und das Gelände videoüberwachen.

Inhaber Steffen Weiser und seine Söhne Mathias (links) und Steve Weiser auf der Baustelle. Die Firma Fassadentechnik Weiser lässt an der A9-Abfahrt Schleiz im Industriegebiet Wolfsgalgen eine Fertigungsstätte mit Bürogebäude errichten.

Inhaber Steffen Weiser und seine Söhne Mathias (links) und Steve Weiser auf der Baustelle. Die Firma Fassadentechnik Weiser lässt an der A9-Abfahrt Schleiz im Industriegebiet Wolfsgalgen eine Fertigungsstätte mit Bürogebäude errichten.

Foto: Peter Cissek

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein bei Dunkelheit grün beleuchteter Neubau sorgt für neugierige Blicke der Kraftfahrer, egal ob auf der Autobahn von Dittersdorf kommend oder von der A9-Abfahrt Schleiz in Richtung Kreisverkehr Heinrichsruh. „Wir lassen unsere Baustelle rund um die Uhr videoüberwachen, um Schäden durch Diebstahl und Vandalismus zu vermeiden. Durch das grüne Licht wird jedem angezeigt, welcher Bereich im Visier der Kameras liegt“, sagte Steffen Weiser, Inhaber von Fassadentechnik Weiser eK. Das Unternehmen lässt im noch leeren Schleizer Industriegebiet Wolfsgalgen eine neue Produktionsstätte samt Verwaltungsgebäude errichten.

„Das praktizieren wir auch auf anderen Baustellen so“, sagte Steffen Weiser. In Schwerin entsteht ein Museumsdepot, das eine Kupferfassade erhält. Die insgesamt 80 Tonnen schweren Kupferpaneelen, die die in Crispendorf ansässige Firma Weiser in ihrer Produktionsstätte in Plothen anfertigt, haben einen Gesamtwert von über einer halben Million Euro und sollen nicht gestohlen werden. „Bauwatch ist für uns der wirksamste Schutz“, erklärte Steffen Weiser.

Noch produziert die Firma in Crispendorf

Seine 2004 mit zwei Mitarbeitern gegründete Firma wächst und lässt derzeit im Industriegebiet Wolfsgalgen eine 60 mal 28 Meter große Produktionshalle errichten. Der Tiefbau hat im Oktober begonnen. Die Stahlkonstruktion steht. Ab nächster Woche soll das Dach mit Trapezblechen gedeckt gedeckt werden. In Richtung Nordost werde ab Ende Februar ein Bürogebäude in zweigeschossiger Bauweise angebaut. Die Produktionshalle soll bis Mitte 2020, das Bürogebäude bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Der Neubau erhält eine vornehme grau-aluminierte Metallfassade, die nach Weisers Worten gut zu dem Grün der Bäume und Wiesen passt. Beheizt werden soll der Neubau mit einer Pelletheizung. „Wir investieren etwa 1,5 Millionen Euro in den Neubau und erhalten über die Thüringer Aufbaubank Fördermittel im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, sagte Steffen Weiser, der am vergangenen Donnerstag zum Neujahrsempfang von Bürgermeister Marko Bias (CDU) zum Unternehmer des Jahres 2019 der Stadt Schleiz gekürt wurde.

Fassade mit 1,6 Millionen Stanzungen für Brailleschrift

Die Firma hat sich spezialisiert auf hochwertige Fassaden aus Aluminium, Aluminiumverbundwerkstoffen, Stahl und Kupfer und war von Anfang an deutschlandweit unterwegs. Aufträge vom Bodensee bis zur Insel Sylt haben die Mitarbeiterzahl mittlerweile auf 20 ansteigen lassen. Steffen Weiser hat drei Patente und zwei Gebrauchsmuster für Fassadensysteme angemeldet. Ab 2009 verfügt das Unternehmen über eine eigene Fassadenplanung. 2011 erfolgte der Umzug in eine größere Werkhalle nach Plothen. Mit CNC gesteuerten Maschinen werden Flachbleche, Aluminiumprofile und Aluminiumverbundstoffe zugeschnitten, gekantet, gestanzt und geprägt. Ganz nach den individuellen Wünschen der Bauherren. Für das Zentrum Bayern Familie und Soziales in Nürnberg errichtete die Firma eine aluminium-eloxierte Fassade, auf der die UN-Menschenrechtskonvention in Blindenschrift zu lesen ist. „Die Brailleschrift-Vorlagen mussten wir in die Software unserer Stanz-Nippel-Maschine programmieren. Lediglich bei einer Paneele mit 4500 Punkten waren zwei Punkte falsch und das bei etwa 1,6 Millionen Stanzungen“, sagte Steffen Weiser. Auch seine Söhne Mathias und Steve arbeiten verantwortlich im Unternehmen mit einem Jahresumsatz von etwa sechs Millionen Euro und hauptsächlich öffentlichen Auftraggebern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.