Genehmigung für Werbung auf Windrad nahe Tanna nötig

Tanna-Schilbach.  Der Projektentwickler Sabowind will weitere Anlage im Windpark Schilbach aufstellen und benötigt Zustimmung für den Schriftzug auf dem Stahlturm.

Der Projektentwickler Sabowind will seinen Firmennamen als Senkrechtschriftzug auf den Turm des noch zu bauenden Windrades im Windpark Tanna-Schilbach aufbringen lassen und benötigt dafür eine Genehmigung.

Der Projektentwickler Sabowind will seinen Firmennamen als Senkrechtschriftzug auf den Turm des noch zu bauenden Windrades im Windpark Tanna-Schilbach aufbringen lassen und benötigt dafür eine Genehmigung.

Foto: Visualisierung: Sabowind

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Der Projektentwickler Sabowind GmbH aus Freiberg will ein bereits genehmigtes weiteres Windrad im Windpark Tanna-Schilbach aufstellen. An den Turm der Anlage soll senkrecht ein Werbeschriftzug aufgebracht werden, der dann auch von der Autobahn 9 sichtbar wäre. Diese Werbung muss sich das Unternehmen genehmigen lassen. Der Antrag nahm nun eine erste Hürde.

Der Stadtrat Tanna hat am Donnerstagabend bei jeweils zwei Enthaltungen und Nein-Stimmen dem Vorhaben mehrheitlich sein gemeindliches Einvernehmen erteilt. Das geplante Windrad wäre das 12. große in dem Windpark. Bürgermeister Marco Seidel (parteilos) hofft, dass die Firma Sabowind wieder einen gemeinnützigen Verein im Ort prozentual am Erlös dieser Windkraftanlage beteiligt. Bisher handle es sich um Zahlungen von insgesamt 3000 bis 4000 Euro jährlich – je nach Ertrag der Windkraftanlage.

180 Meter-Windrad wird aus Richtung Autobahn zu erkennen sein

Wie Architekt Maik Littke von der Sabowind GmbH auf Anfrage mitteilte, soll die bereits genehmigte Windenergieanlage vom Typ Enercon E-138 Ende 2020 errichtet werden. Die Nennleistung werde 3500 Kilowatt betragen. Bei einer Nabenhöhe von 110 Metern und einem Rotordurchmesser von 138 Metern werde das Windrad eine Gesamthöhe von 180 Metern erreichen. „Der Schriftzug soll senkrecht am Turm angebracht werden und aus Richtung Autobahn erkennbar sein“, so Maik Littke.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Beschriftung aus selbstklebender Folie auf dem Stahlrohrturm der Windenergieanlage. Die Eigenwerbung werde aus acht Einzelbuchstaben mit einer Seitenlänge von etwa 2,90 Meter bestehen. Laut Beschlussvorlage stelle der Schriftzug selbst keine bauliche Anlage dar. Das Vorhaben befinde sich im planungsrechtlichen Außenbereich und damit außerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Genehmigt werden müsse die Eigenwerbung des Unternehmens vom Bauordnungsamt der Kreisverwaltung.

Weiteres Bauvorhaben im Stadtrat bewilligt

Der Stadtrat erteilte am Donnerstagabend ein weiteres gemeindliches Einvernehmen, in diesem Fall einstimmig. Ein Wiedereinrichter will im Ortsteil Unterkoskau einen zehn mal 20 Meter großen Stall für Mutterkühe und Kälber an ein vorhandenes Strohlager anbauen.

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