Heinz Roeske erhält Medienpreis für Video über Brand am Heinrichstein

Bad Lobenstein/ Halle  Rundfunkpreis Mitteldeutschland für Reportage des Mitarbeiters der Ardesia-Therme

Der Brand am Heinrichstein hat den freiwilligen Feuerwehren der Region im April dieses Jahres einiges abverlangt. Mehrere Tage und Nächte waren sie ­ununterbrochen im Einsatz.

Der Brand am Heinrichstein hat den freiwilligen Feuerwehren der Region im April dieses Jahres einiges abverlangt. Mehrere Tage und Nächte waren sie ­ununterbrochen im Einsatz.

Foto: Oliver Nowak

Der Heinrichstein war für viele Menschen bis vor wenigen Monaten kein Begriff. Seit dem Ostersonnstag ist dieser aber bei vielen in das Gedächtnis eingebrannt.

Um 15.45 Uhr an diesem Tag ging der Alarm bei der Feuerwehr und der Polizei ein: Feuer am Heinrichstein.

Wer die Medien danach verfolgt hat, weiß, was danach geschah. Mehrere Tage lang kämpften die Feuerwehren gegen das Feuer, Hubschrauber wurden eingesetzt, Katastrophenalarm ausgelöst, Ministerbesuch und vieles mehr.

Der Mann, der von Anfang an dabei war, und den Brand vor Ort gefilmt hatte, ist Heinz Roeske, Mitarbeiter der Ardesia-Therme und für den Offenen Kanal – Gera als „Heinz unterwegs“. Für seinen Video-Beitrag über den Brand am Heinrichstein erhielt er nun in Halle (Saale) den Rundfunkpreis Mitteldeutschland 2019 im Bereich Bürgermedien.

Dank an die ehrenamtliche Feuerwehr

Seine Videos haben schon Tausende gesehen, auf dem Offenen Kanal in Gera oder auf Youtube. Was die wenigsten wissen: Heinz Roeske hat sich für diese Aufnahmen selbst in Lebensgefahr begeben. „Es war der erste Tag des Brandes“, berichtet Heinz Roeske auf Nachfrage. Er wollte mit Denny Franz, Wehrleiter der Bad Lobensteiner Feuerwehr und Einsatzleiter vor Ort, ein Interview führen. „Plötzlich kam ein Windstoß“, berichtet er. Heinz Roeske hat die Situation erst nicht begriffen, aber Denny Franz reagierte schnell. „Heinz, komm hier weg“, habe er nur gerufen und Heinz Roeske weggezogen.

„Damals habe ich das noch nicht realisiert“, erklärt Heinz Roeske. „Erst beim Schnitt habe ich bemerkt, dass Denny Franz mir den Hintern gerettet hat.“ Denn durch den Wind sei das Feuer im Wurzelwerk angefacht worden – für den Laien nur schwer erkennbar. Daher hat sich Heinz Roeske nun dafür eingesetzt, dass Denny Franz bei der Preisverleihung auch dabei ist. „Ohne ihn hätte ich das nicht gemacht“, so Heinz Roeske.

Er habe schon zwei Mal den Rundfunkpreis Mitteldeutschlands entgegen genommen. Aber dieses Mal war es laut Heinz Roeske wichtig, das Engagement der Feuerwehren bei diesem schwierigen Einsatz zu würdigen.

Denny Franz habe ihn schließlich vor den nahenden Flammen gerettet.

Die Einsatzkräfte kämpften mehrere Tage lang gegen den schwer zu erreichenden Brand. Erst am 26. April, fünf Tage nach dem Ausbruch des Brandes konnte das erlösende Signal gegeben werden: „Feuer aus!“

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