Hirschberger Villa Novalis startet Sonntag in Konzertsaison

Hirschberg.  Programm 2020 ist inhaltlich wieder breit aufgestellt: Bogen spannt sich vom Märchenkonzert über Vorträge bis hin zum „Klassik Open Air“ im Juni.

Die Villa Novalis zu Hirschberg bei einer Veranstaltung vergangenen Sommer: Auf der Freifläche hier vor dem traditionsreichen Gebäude, findet am 21. Juni 2020 das diesjährige „Klassik Open Air“ statt. Am gleichen Ort spielen am 5. Juli die „Oberland Dixielanders“.

Die Villa Novalis zu Hirschberg bei einer Veranstaltung vergangenen Sommer: Auf der Freifläche hier vor dem traditionsreichen Gebäude, findet am 21. Juni 2020 das diesjährige „Klassik Open Air“ statt. Am gleichen Ort spielen am 5. Juli die „Oberland Dixielanders“.

Foto: Roland Barwinsky / OTZ

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„Wir wollen und werden der Klassik in ihrer ursprünglichen Form, also mit all der von diesem Musikstil ausgehenden Klarheit und Schönheit, auf jeden Fall die Treue halten“, betonte Cornelia Schwab in diesen Tagen. Denn gerade die damit einhergehende vitale musikalische Sprengkraft passe bestens in ihr mittlerweile bei Konzertgängern in der Region recht beliebtes Domizil. Gemeint ist natürlich die Hirschberger Villa Novalis.

Ein Ort, wo Besucher bei Veranstaltungen nicht nur faszinierende Wechselspiele zwischen Gediegenheit und Geborgenheit erleben. Es gibt dort auch keinerlei „seichte Unterhaltung“. Diese anspruchsvollen Konturen sollen weiterhin klar erkennbar bleiben. Deswegen setzen Cornelia und Jürgen Schwab gemeinsam mit dem Förderverein auf kreative Innovationen sowie inhaltliche Vielfalt. Bewährtes wie Barockkonzerte, Veranstaltungen für Kinder oder das „Klassik Open Air“ findet der zu verwöhnende Liebhaber genauso wie Lesungen oder Vorträge in den mittlerweile gedruckten Flyern.

Daneben werden eine Vielzahl unterschiedlichster Kurse angeboten. Das Haus sei eben offen für alle und soll immer mehr zu einem recht breit aufgestellten Kommunikationszentrum ausgebaut werden. Es eigne sich zugleich für Kreativworkshops. Insgesamt sind in den nächsten zwölf Monaten rund zwei Dutzend Veranstaltungen geplant.

Tragbares Fundament für hochkarätige Kultur

Mit dem stetig an Mitgliedern wachsenden Förderverein, existiere auch ein tragbares Fundament für hochkarätige Kultur. Bereits am 19. Januar – also kommenden Sonntag – lernen Gäste die Bratsche als tolles Soloinstrument kennen. Sie ist in jedem guten Orchester eine feste Konstante, sowie als Mittler zwischen unterschiedlichsten Tönen bekannt.

Natürlich fokussieren die Gastgeber auch einige Angebote auf das im Klassikmilieu weltweit begangene Jubiläum „250 Jahre Beethoven“. Empfohlen wurde dem Haus der Pianist Manfred Schmidt, welcher am 23. Februar in Hirschberg auftritt. Ein bewegendes Märchenkonzert für kleine Kinder im Rittersaal steht am 29. März auf dem Veranstaltungsplan. Genau zwei Wochen davor locken philosophische Filetstücke unter dem Titel „Meditationen in Musik und Literatur“ in die Villa.

Bei einem Vortrag des Leipziger Gewandhausmusikers Eberhard Spree lernen Interessierte etwas über die Capellmeisterin Anna Magdalena Bach kennen. Verdichtete und für den Zuhörer spannend aufbereitete Historie steht bei einem Vortrag am 20. Mai über die Europarede von Novalis im Mittelpunkt. Mit dem „Klassik Open Air“, einem Termin, der von der Familie Schwab als „unverrückbare Tradition“ bezeichnet wird, endet dort das erste Kulturhalbjahr. Unter freiem Himmel spielen im Juli erstmals die Oberland Dixielanders an diesem Standort.

Lokalgeschichte hat ebenso ihren Platz

Vernetzungen mit der Lokalgeschichte sind erneut fest eingeplant. Beispielsweise gibt es Fortsetzungen über die Geschichte der Hirschberger Straßennamen mit Steffen Bachmann. Harald Kießling beleuchtet am 7. November die facettenreiche Sportgeschichte dieser Stadt. Geplant ist weiterhin im Oktober ein Musikfestivals „30 Jahre Deutsche Einheit“.

Bewahrenswerte Eckpfeiler bestimmen das Angebot in der Adventszeit. Barockkonzert, Oberuferer Weihnachtsspiele oder das Kammermusikkonzert zum Jahresausklang nennen sich einige Höhepunkte. Cornelia und Jürgen Schwab und ihre vielen Unterstützer haben aber noch viel mehr vor. Ihre kulturellen Initiativen locken stetig neue Gäste an und leisten damit enorm wichtige Beiträge zur Aufwertung der Lebensqualität unserer Region.

Und durch gut durchdachte programmatische Grenzwanderungen in Richtung Literatur, Stummfilm oder Theater soll einfach künstlerische Qualität dauerhaft verankert werden. Zu den hilfreichen Händen, die das Angebot mit ermöglichten, gehören wiederum die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, das Landratsamt Saale-Orla sowie der Pianosalon Kirst in Plauen.

Die parallel im Haus verlaufenden umfassenden Renovierungsarbeiten lassen Schritt für Schritt das Anwesen zu einer architektonischen Perle werden. Gefördert haben diese Pläne unter anderem LEADER Saale-Orla, das hiesige Landratsamt, das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie sowie das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

Infos unter www.villa-novalis.de

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