Historische Ketten für Duden-Denkmal in Schleiz gesucht

Schleiz  Der Geschichts- und Heimatverein zu Schleiz will die geschaffene Rosenfläche vor dem Rutheneum einfrieden und bittet um Unterstützung.

Bassin mit Ketten im Jahr 1864 am heutigen Neumarkt in Schleiz. Solche Ketten werden nun gesucht.

Bassin mit Ketten im Jahr 1864 am heutigen Neumarkt in Schleiz. Solche Ketten werden nun gesucht.

Foto: Geschichts- und Heimatverein zu Schleiz

Der Geschichts- und Heimatverein zu Schleiz bittet Bürger, die in Besitz bestimmter historischer Ketten sind, diese zur Einfriedung des Denkmals von Konrad Duden vor dem Rutheneum bereitzustellen. Mit den Ketten soll die vom Verein geschaffene Rosenfläche um das Denkmal eingefriedet werden, teilte Vorstandsmitglied Joachim Gensior mit.

„Dieser Schutz soll durch eine Absicherung mit teilweise vorhandenen beziehungsweise zu findenden historischen Ketten und deren Befestigungen um das Denkmal erreicht werden. Die Arbeitsgruppe der dudenker verfügt aus dem Fundus des Geschichts- und Heimatvereins zu Schleiz drei Ketten mit einer Gesamtlänge von 4,80 Meter, die historisch wertvoll sind und generationsübergreifend als Absperrketten gedient haben“, erklärte Joachim Gensior. Die vorhandenen Ketten hingen einst an der Roten Brücke in Schleiz.

Ketten in Länge von zehn Metern gesucht

Um die Rosenfläche am Denkmal in vollem Umfang zu sichern, würden Ketten in einer Gesamtlänge von zehn Metern gebraucht, rechnete Gensior vor. Solche Ketten wurden ursprünglich in der Stadt Schleiz als Begrenzung des Bassins, also dem mit einer Mauer gefassten Stadtteich, verwendet. Nachdem dieser in den 1860er Jahren zugeschüttet wurde, fanden sie neue Verwendung an mehreren Stellen im Stadtgebiet. Dabei ist es fraglich, ob die in der Geraer Straße und am Markt aufgehängten Ketten wirklich alle ursprünglich vom Neumarkt stammten.

Mit der Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals auf dem Neumarkt im Jahr 1897 fanden einige der Ketten wieder ihren Platz auf dem Neumarkt als Einfriedung des Denkmals. Jedoch wurden sie spätestens im Jahr 1900 durch Metallzäune ersetzt.
„Die auf dem Markt angebrachten Ketten verschwanden vor 1989 schrittweise. Als letzte der dortigen Ketten hing eine an der Treppe bei den unteren Wänden. Sie verschwand mit der Neugestaltung in den 1990er Jahren“, erklärte Joachim Gensior.

Die Mitglieder des Geschichts- und Heimatverein würden sich freuen, wenn es ihnen gelingen würde, diese alten Ketten zur Verfügung gestellt zu bekommen. Erreichbar sind die Mitglieder unter der E-Mail-Adresse dudenker@rutheneum-schleiz.de und nach Ende des Shutdown unter der Rufnummer der Stadtinformation unter (03663) 428735.