In Schleiz eröffnet demnächst ein Welt-Café

Peter Cissek
Die  evangelisch-methodistischen Kirche in der Quergasse neben dem Lidl-Markt in Schleiz.

Die evangelisch-methodistischen Kirche in der Quergasse neben dem Lidl-Markt in Schleiz.

Foto: Peter Cissek / Archiv

Schleiz.  Die evangelisch-methodistische Kirche in Schleiz will einmal in der Woche Menschen von überall her und gleich welcher Religion die Möglichkeit zum Gespräch bieten.

Die evangelisch-methodistische Kirche in der Quergasse in Schleiz will am 24. August ein Welt-Café eröffnen. „Wir wollen fortan jeden Mittwoch in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr im Hof und im unteren Gemeinderaum den Menschen gleich welcher Religion die Möglichkeit zum Gespräch geben. Ein ruhiger Ort für Begegnungen, Austausch, Atem holen und Spielen ist bei uns vorhanden. Hier können Kontakte geknüpft werden. Willkommen sind Menschen von überall her und von hier, egal welcher Nationalität, Kultur und Religion. Kaffee, Tee und Kuchen stehen kostenlos für Gäste bereit. Gern kann gespendet werden“, erklärte Pastorin Katrin Schneidenbach. Gern können auch andere Interessierte mithelfen.

Um auch Vertriebene aus der Ukraine sowie Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen, verteile sie deutsch-, russisch- und englischsprachige Flyer in den Gemeinschaftsunterkünften. „Russisch ist die zwar die Sprache des Besatzers, wird aber auch von vielen Ukrainern beherrscht“, sagte Katrin Schneidenbach. Eine Übersetzung ins Ukrainische war vorerst nicht möglich. Da viele Vertriebene und Geflüchtete im Saale-Orla-Kreis in Mietwohnungen leben, bittet die Pastorin, dass andere Bewohner ihre ausländischen Nachbarn über das geplante Welt-Café informieren.

Die evangelisch-methodistische Kirche in Schleiz befindet sich in der Quergasse 4 neben der Lidl-Filiale. Der Zugang erfolgt durch den Garten. Interessenten an den Treffen oder Personen, die dabei helfen wollen, sollen sich bitte unter der Rufnummer (03663) 4251493 melden, riet Pastorin Schneidenbach.

„Die Sprache stellt zwar eine große Barriere dar, aber vielleicht verstehen sich die Menschen über gemeinsames Kochen und Lachen. Das Welt-Café sollte als nicht als kirchliches, sondern als offenes Angebot verstanden werden. Wenn es etwas christliches gibt, dann ist es die Gastfreundschaft“, sagte sie.