Ingrid Bahner hatte sogar ihre alten Hefte dabei

Hirschberg  Festwoche zum Hirschberger Schuljubiläum

Vieles wollten die Kinder gestern von Zeitzeugin ­Ingrid Bahner wissen, die sogar alte Schulhefte mitgebracht hatte.

Vieles wollten die Kinder gestern von Zeitzeugin ­Ingrid Bahner wissen, die sogar alte Schulhefte mitgebracht hatte.

Foto: Simone Zeh

Wenn die Regelschule Hirschberg diese Woche ihr 80-jähriges Jubiläum feiert, ist es eine schöne Gelegenheit, einen Blick darauf zu werfen, wie es einst in der Schule zuging. Ingrid Bahner aus Hirschberg war gestern eine der Zeitzeugen, die von früher erzählten. Die Siebtklässler waren ganz Ohr, als man zusammensaß. Welche Geräte gab es früher im Sportunterricht? Wie begann die Schulstunde? Die Seniorin wusste die Schüler mit ihren Erzählungen zu fesseln, hatte auch Fotos und Schulhefte dabei.

Kam der Lehrer rein, war es mucksmäuschenstill

„Wir hatten Bock, Pferd, Stufenbarren beim Turnunterricht“, berichtete Ingrid Bahner, die selbst mit 4,80 Meter im Weitsprung den Kreisrekord inne hatte. Als Flüchtlingskind nach Hirschberg gekommen, ging sie hier auch zur Schule und wurde später Lehrerin.

„Herumtoben im Schulhaus gab es nicht“, erinnerte sie sich. Wenn der Lehrer zur Tür herein kam, sei es mucksmäuschenstill gewesen. „Und es war die erste Zeit immer so, dass wir mit einem gemeinsamen Lied die Schulstunde begannen.“ Dabei durften Lieder von den Kindern vorgeschlagen werden. „Das wäre auch eine gute Idee für heute“, meinte Lehrer Bernd Rösner zu den Schülern. Und Klassenlehrerin Gabriele Klanert bemerkte: „Es ist faszinierend für die Kinder, die alten Schulhefte anzusehen, die Ingrid Bahner mit hatte.“ Viele könnten sich heute gar nicht vorstellen, wie es früher in der Schule gewesen sei.

An den ehemaligen Unterricht an Schulen hierzulande wurden auch die Fünftklässler erinnert. Vor allem an das Fach Nadelarbeit. Sie bastelten lustige Lesezeichen – wobei mit Wolle, Nadel und Knöpfen gearbeitet wurde. Margit Elschner, die an der Schule unterrichtet hatte, war extra gekommen und freute sich über das Interesse der Kinder. Mit Rat und Tat stand sie Nicole, Norah, Helena und den anderen zur Seite. Hatte von ihnen schon mal jemand selbst einen Knopf angenäht? Kopfschütteln, nur ein Mädchen meinte, dass es das schon könne. Andere hatten es schon mal in einer Arbeitsgemeinschaft gemacht.

„Wir lernen es heute alle“, sagte Margit Elschner vergnügt. Auch Lehrerin Susann Heinze half den Kindern beim Flechten und Fadeneinfädeln. Die Knöpfe für die Augen und die Wolle konnte sich jeder selbst aussuchen, so dass alles Unikate entstanden. Buchlesungen mit der Autorin Antje Babendererde gehörten gestern ebenfalls für die Hirschberger zum Programm.

Auch in den nächsten Tagen gibt es anlässlich des 80. Geburtstages der Schule Aktivitäten, es wird das Schulfest vorbereitet und es gibt eine Festveranstaltung für geladene Gäste am Freitag.

Am Samstag, 21. September, ist von 13 bis 17 Uhr das Schulfest angesagt, dazu ist jeder eingeladen, und um 19.30 Uhr beginnt der „Ball der Ehemaligen“ im Kulturhaus.

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