Meine Meinung: Neues Finanzierungsmodell muss her

Oliver Nowak über die Probleme des Berufes Tagesmutter

OTZ-Reporter Oliver Nowak

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Foto: Andreas Wetzel

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Es ist gut und richtig, dass der Saale-Orla-Kreis Betreuungsplätze für die Jüngsten bei Tagesmüttern anbietet. Eine Tagesmutter kann insbesondere dann nützlich sein, wenn ein Kind ein besonderes Maß an Betreuung braucht.

Allerdings ist die Tagespflege im Saale-Orla-Kreis eher ein Auslaufmodell. Denn die jetzt aktiven Tagesmütter nähern sich ihrem Rentenalter. Karin Huck ist mit 57 Jahren noch die Jüngste unter den Tagesmüttern. Zudem ist der Beruf der Tagesmutter wirtschaftlich unattraktiv. Denn es ist mit einem hohen Risiko behaftet. Die Tagesmutter bekommt nur dann einen Lohn, wenn Betreuungsplätze bei ihr belegt sind. Um eine gesicherte Versorgung mit Tagesmüttern zu gewährleisten, müsste zumindest der finanzielle Risikoaspekt abgeschafft werden, indem ein Festgehalt gezahlt wird.

Bezahlt werden die Tagesmütter quasi aus drei Töpfen. Zum einen aus den Elternbeiträgen und Geldzuweisungen des Freistaates Thüringen, zum anderen anderen vom Landkreis. Insbesondere der Freistaat sollte dafür Sorge tragen, dass die Versorgung mit Tagesmüttern verbessert wird. Schließlich können nicht alle Probleme auf die Landkreisebene abgewälzt werden. Es würden sich sicherlich deutlich mehr Menschen finden, die als Tagesmutter arbeiten wollen, wenn sie dadurch eine gesicherte finanzielle Versorgung hätten.

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