Meine Meinung: Querdenker gesucht

Peter Cissek über den Ziegenrücker Kläranlagen-Standort.

Peter Cissek 

Peter Cissek 

Foto: Andrea Cissek

Querdenker haben in Maskenzeiten nicht bei jedem einen guten Ruf, weil sich eine Gruppierung diesen Namen aneignete. Doch dabei sind Menschen, die lateral denken und mit ihren kreativen Ideen zur Lösung von Problemen beitragen, gefragter denn je. So finde ich es gut, dass der Ziegenrücker Rückkehrer Dirk Zaumsegel einen Vorschlag unterbreitet, der seine Stadt voranbringen könnte. Er will sich einmischen und die Zukunft des Touristenortes mitgestalten.

So ist zwar seine Idee, die heruntergekommene Nähermühle kommunal zu erwerben und abzureißen, um an der Stelle eine zentrale Kläranlage zu errichten, nicht umsetzbar. Das lässt schon allein der Denkmalschutz nicht zu. Auch wäre es fraglich, ob so eine zentrale Stelle für eine Kläranlage in einem Tourismusort die richtige wäre. Na gut, in Saalburg plant der Zweckverband eine Kläranlage im Blickbereich eines Hotels zum Thüringer Meer.

Doch vielleicht löst Querdenker Dirk Zaumsegel zündende Ideen bei anderen Ziegenrückern aus, wo man im Ort beispielsweise eine oder mehrere zentrale Kläranlagen bauen kann. Denn das Abwasserbeseitigungskonzept des Zweckverbandes Obere Saale soll fortgeschrieben werden.

Während Geschäftsleiter Ralf Engelmann eine zentrale Kläranlage im Bereich Elsenau am Saaleufer favorisiert, kann sich Bürgermeister Horst Maschke mehrere kleine zentrale Kläranlagen vorstellen, um unter anderem den Pumpaufwand beim Abwasser zu verringern.

Vielleicht finden sich jetzt noch weitere Bürger mit Vorschlägen für einen Kläranlagenstandort. Der Ideenwettbewerb für Ziegenrück ist eröffnet.

Vorschlag in Ziegenrück: Nähermühle für Kläranlage abreißen

Zu den Kommentaren