Meine Woche: Zur Freude der Nachbarn

Oliver Nowak über Ärgernisse durch „städtischen“ Willen

Oliver Nowak

Oliver Nowak

Foto: Andreas Wetzel

Im Rückblick auf diese Woche fällt mir wieder auf, dass ich sehr gut darin bin, mich über Dinge zu ärgern.

Verärgert hat mich aber nicht die Ankündigung über den kleineren Lockdown, der uns ab kommender Woche ereilt. Das ein solches Szenario kommen wird, war schon vor vier, spätestens aber vor zwei Wochen abzusehen – vorausgesetzt, man hat sich mit den Infektionszahlen, der Anzahl der Getesteten und den prozentualen Positivtest-Zahlen befasst.

Viel mehr als das Vorhersehbare hat mich in dieser Woche der, freundlich umschrieben, „städtische“ Wille verstimmt. Wer in diesem Jahr aufmerksam die Zeitung gelesen hat, dem könnte aufgefallen sein, dass der kleine Park hinter der Star-Tankstelle ein paar neue Wege bekommen hat. Dabei mussten einige Bäume ordentlich Wurzeln lassen, damit auf das Kosten-Konto des Bürgermeisters Marko Bias (CDU) , während der Haushaltssperre, neue Wege den Minipark umfassen.

Nun gibt es auch noch eine Elektro-Ladesäule am Ende der Sackgasse vor der Jahnturnhalle – mit dem Standortvorschlag aus der Stadtverwaltung. Dabei fallen mir ad hoc drei weitaus besser Standorte für eine solche Ladestation ein, die vor allem auch der breiten Masse zugute kommen würden. Seltsam an der neuen Ladestation ist, dass es keine offizielle Information zu dieser neuen Ladestation vonseiten der Stadt gab, die sonst bei positiven Nachrichten nicht lange auf sich warten lässt.

Auffällig hingegen ist, dass diese Stadtverbesserungen zufällig beide in der Nachbarschaft des Bürgermeisters vonstatten gehen. Und nun soll auch noch am Mittwoch ein Bürgerinformationsabend im Saal des Feuerwehrgerätehauses zur Stadtsanierung „Feldgasse/Vorplatz Jahnturnhalle“ veranstaltet werden. Wo doch eigentlich das Zusammentreffen von Menschen auf ein notwendiges Minimum reduziert werden sollte. Aber zumindest Bias’ Nachbarschaft wird sich über die städtischen Sanierungspläne freuen.