Millionenzuschuss für Vorhaben am Schleizer Bürgerteich

Schleiz.  Die Stadt Schleiz will das Areal am Bürgerteich neu gestalten und erhält dafür 1,7 Millionen Euro Fördermittel.

Der stellvertretende Schleizer Bauamtsleiter Matthias Spindler (M.) erläutert Planungsdetails. Staatssekretärin Susanna Karawanskij übergab am Montag an den Schleizer Bürgermeister Marko Bias in Anwesenheit des Landtagsabgeordneten Ralf Kalich (rechts) einen Förderbescheid über 1,7 Millionen Euro für das Vorhaben „Freiraumgestaltung Bürgerteich".

Der stellvertretende Schleizer Bauamtsleiter Matthias Spindler (M.) erläutert Planungsdetails. Staatssekretärin Susanna Karawanskij übergab am Montag an den Schleizer Bürgermeister Marko Bias in Anwesenheit des Landtagsabgeordneten Ralf Kalich (rechts) einen Förderbescheid über 1,7 Millionen Euro für das Vorhaben „Freiraumgestaltung Bürgerteich".

Foto: Peter Cissek

Infrastrukturstaatssekretärin Susanna Karawanskij (Linke) übergab an am Montag an den Schleizer Bürgermeister Marko Bias (CDU) einen Förderbescheid über 1,7 Millionen Euro für die geplante Freiraumgestaltung am Bürgerteich. Bias zeigt sich dankbar, sagte aber auch: „Ich wäre noch froher, wenn Sie den gleichen Betrag für das Schleizer Krankenhaus mitgebracht hätten“, legte er den Finger in die Wunde. Auch Linke-Landtagsabgeordneter Ralf Kalich kündigte an, beim Thema Krankenhaus nicht locker zu lassen.

Grüne Oase im Stadtzentrum von Schleiz

Mit den 1,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre) soll im Umfeld einer ehemaligen Brachfläche namens Bürgerteich und der Braugasse der Baumbestand erweitert und erneuert werden. In diesem Zusammenhang soll der Hainbach saniert, die vorhandene Bushaltestelle und der Spielplatz einer Schönheitskur unterzogen und es eine öffentliche WC-Anlage entstehen. „Damit wächst eine kleine grüne Oase, die nicht nur in den Sommermonaten wichtig fürs Stadtklima ist. Parkanlagen wie diese haben während des Shutdowns an Bedeutung gewonnen. Der kleine Park, der hier entsteht, wird auch die Altstadt mit dem angrenzenden Gründerzeitquartieren verbinden und somit ein neuer Aufenthalts- und Erholungsort für die Menschen der Stadt. Für Schleiz ist das ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung, der nicht nur ökologisch wertvoll und nachhaltig ist, sondern auch hilft, den Stadtkern als vitales Zentrum zu erhalten“, sagte Staatssekretärin Susanna Karawanskij, die in Schleiz einen Stopp auf ihrer Sommertour unter dem Motto „Stadt-Land-Zukunft“ einlegte.

Sechs Bäume werden gefällt

Die förderfähigen Gesamtkosten für dieses Vorhaben werden etwa 2,2, die Gesamtsumme etwa 2,5 Millionen Euro betragen. Auf dem rund 7800 Quadratmeter großen Areal soll ein attraktiver Innenstadtpark mit hoher Aufenthalts- und Erholungsqualität entstehen. Geplant ist Sanierung des an dieser Stelle verrohrten Hainbaches, der in desolatem Zustand sei. Bei starker Wasserführung des Hainbaches stehe der Schotterparkplatz oft unter Wasser, erklärte Bürgermeister Marko Bias bei einem Rundgang. Eine Böschung soll aufgeschüttet und der Parkplatz soll mit wasserdurchlässigem Pflaster befestigt werden. Geplant ist ferner ein öffentliches WC und eine Löschwasserzisterne. Daran würde sich der Freiraum des einstigen Teichgeländes anschließen.

Bis auf etwa sechs sollen alle Bäume erhalten bleiben, weiter auch beschnitten werden, so der stellvertretende Bauamtsleiter Matthias Spindler. Geplant seien auch Neupflanzungen. Am Rand wird es eine Haltestelle für den Stadtbus geben. Ansprechend soll der Aufgang in Richtung „Am Graben“ und damit zum Neumarkt präsentieren. Der Spielplatz soll erweitert werden. Im Jahr 2021 sollen Leitungsverlegungen und Arbeiten im Untergrund, im Folgejahr die Neugestaltung vorgenommen werden. Die Bauarbeiten sollen bis spätestens Mitte 2023 abgeschlossen werden, erklärte Matthias Spindler.

Bei weiteren Vorort-Terminen informierte sich Staatssekretärin über Vorhaben am Schleizer Dreieck und traf sich in Gefell mit Vertretern der Bürgerinitiativen, die den Lkw-Verkehr aus ihren Orten auf die Autobahn umleiten wollen.