Mit „gutem Geist“ für die Stadt arbeiten: Erste Sitzung des neuen Bad Lobensteiner Stadtrates

Bad Lobenstein  Zu Beginn gab in es erst einmal noch einen Rückblick gab. Bürgermeister verabschiedet neun bisherige Stadtratsmitglieder, darunter Wilfried ­Seiferth (FDP) und Joachim Schulze (CDU), die beide 30 Jahre ununterbrochen im Gremium mitgearbeitet hatten.

Der neue Stadtrat von Bad Lobenstein mit Bürgermeister Thomas Weigelt (vorne rechts). Auf dem Bild fehlt Holger Leube (BfL), der zur konstituierenden Sitzung nicht anwesend war. Foto: Peter Hagen

Der neue Stadtrat von Bad Lobenstein mit Bürgermeister Thomas Weigelt (vorne rechts). Auf dem Bild fehlt Holger Leube (BfL), der zur konstituierenden Sitzung nicht anwesend war. Foto: Peter Hagen

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„Diese Sitzung war heute sehr von einem guten Geist geprägt und diesen guten Geist möchte ich gerne für die Zukunft heraufbeschwören“, sagt Bad Lobensteins Bürgermeister Thomas Weigelt (parteilos), als sich der öffentliche Teil der Konstituierung des neugewählten Stadtrates dem Ende neigt. Weigelt bittet das 20-köpfige Gremium, zu dem jetzt vier Frauen gehören, sich für die Stadt einzusetzen, Parteibücher zuhause zu lassen und für die Gemeinschaft zu wirken.

Anderthalb Stunden vor dem Schlusswort ist der am 26. Mai gewählte Stadtrat erstmals zusammengetreten, wobei es der Gemeindewahlleiterin Antje Schröter ein persönliches ­Bedürfnis ist, sich bei den über 90 Wahlhelfern zu bedanken, mit denen es eine tolle Zusammenarbeit gegeben habe. „Das ist nicht selbstverständlich“, ­erinnert Antje Schröter an den ehrenamtlichen Einsatz in der Freizeit.

Bevor es an die Besetzung der Stadtratsausschüsse und die Wahl des ehrenamtlichen Beigeordneten sowie des Vorsitzenden des Stadtrates geht, hält Bürgermeister Weigelt einen kurzen Rückblick auf die Wahlperiode des bisherigen Stadtrates, in dem so anspruchsvolle Aufgaben bewältigt werden konnten wie der Abriss des alten Moorbad-Sanatoriums, der Neubau des Busbahnhofes und des daneben befindlichen Einkaufszentrums, die Schaffung des Gewerbegebietes Goldbach, die Erweiterung des Wohngebietes am Gallenberg und die Sanierung des Langen Weges. Auf der Seite des Erreichten stehen ebenso Dinge wie der Bau des Euregio-Egrensis-Radweges an der Saale oder auch die Bushaltestellen im Schulzentrum. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass uns hier noch der Fußgängerüberweg genehmigt wird“, spricht Weigelt einen Punkt an, bei dem die Stadt bislang vom Landratsamt ausgebremst wird.

Die offensive Einbeziehung des Stadtrates und aller Einwohner in die Stadtentwicklung soll fortgesetzt werden, war den weiteren Ausführungen zu entnehmen. Schon an diesem Freitag wird es eine gemeinsame Tour geben von der Neustadt durchs Koseltal nach Helmsgrün, um sich über Entwicklungsmöglichkeiten auf dieser Achse aus­zutauschen.

Zu den nächsten wichtigen Vorhaben zählt der Bürgermeister die Realisierung touristischer Maßnahmen im Bereich der Saale sowie beim Bau eines Bürgerhauses in Lichtenbrunn. Dort ist nach dem Abriss eines leerstehenden Gebäudes bereits Baufläche geschaffen. In diesem Jahr soll es an die Planung gehen und möglichst mit dem Bau begonnen werden. Weigelt hofft, „dass die Lichtenbrunner nächstes Jahr dort ihre Kirmes feiern können.“

Mit einem besonderen Dank verabschiedet der Bürgermeister neun bisherige Stadtratsmitglieder, darunter Wilfried ­Seiferth (FDP) und Joachim Schulze (CDU), die beide 30 Jahre ununterbrochen im Stadtrat mitgearbeitet hatten.

Zwei Kandidaten gibt es bei der geheimen Wahl für die Funktion des ehrenamtlichen Beigeordneten. Auf Klaus Möller (Linke) entfallen hierbei 15 Stimmen, auf Andree Burkhardt fünf Stimmen. „Es ist wichtig, dass wir eine sachliche, kritische Diskussion führen werden“, blickt Möller auf die kommenden fünf Jahre in denen es darauf ankäme, die Stadt weiter voran zu bringen.

Für die Funktion des Stadtratsvorsitzenden gibt es mit Frank Weidermann (AUF) nur einen Kandidaten, der nach seiner Wahl daran erinnert, in welch große Fußstapfen er trete, die Stefan Köcher (LBL) in der vergangenen Wahlperiode hinterlassen habe. „Ich möchte dem Abend Struktur geben“, kündigt Weidermann zum Verlauf der Stadtratssitzungen an, die nicht unnötigerweise über 22 Uhr hinaus ausgedehnt werden sollten. Für die Wahl von Weidermanns Stellvertreter gibt es mit Thomas Bauer (FDP) und Rolf Wachter (LBL) zwei Bewerber, auf die jeweils zehn Stimmen entfallen. Dieser Patt-Situation wird zunächst ausgewichen, da ohnehin eine Änderung der Hauptsatzung vorgesehen sei, die dann zwei Stellvertreter für den Vorsitzenden des Stadtrates vorsieht. Daher wird die weitere Wahl zunächst vertagt.

Die Ausschussmitglieder (in Klammern deren Stellvertreter)

Haupt- und Finanzausschuss: Rolf Wachter (Heiko Weinert), Christian Meyer (Emmanuel von Thaler), Siegfried Franz (Ines Nitsche), René Richter (Madleen Meyer), Jens May (Roman Steinbock), Klaus Möller (Michaela Klinghammer)

Bau- und Stadtentwicklungsausschuss: Emmanuel von Thaler (Christian Meyer), Siegfried Franz (Rolf Wachter), Thomas Bauer (Andree Burkhardt), Roman Steinbock (Jens May), Wolfgang Glüher (Detlef Schöpe)

Ausschuss für Kultur, Soziales, Stadtmarketing und Tourismus: Heiko Weinert (Rolf Wachter), Ines Nitsche (Siegfried Franz), Emmanuel von Thaler (Christian Meyer), Madleen Meyer (Andree Burkhardt), Ursula Preiß (Jens May), Michaela Klinghammer (Wolfgang Glüher)

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