Naturlehrpfad Dreba-Plothener Teichgebiet neu eröffnet

Dreba/Plothen  Interaktive Elemente informieren über das Teichgebiet

Wahrzeichen des Plothener Teichgebiets ist das etwa 300 Jahre alte Pfahlhaus im Hausteich, in dem ein kleines Museum untergebracht ist.

Wahrzeichen des Plothener Teichgebiets ist das etwa 300 Jahre alte Pfahlhaus im Hausteich, in dem ein kleines Museum untergebracht ist.

Foto: Archiv/Andreas Abendroth

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Rund 50 Bürger, Politiker und Bedienstete aus der Verwaltung der Verwaltungs­gemeinschaft Seenplatte, des Landkreises und des Freistaates wohnten der Wiedereröffnung des Naturlehrpfades Dreba-Plothen bei.

Der in den 1990er Jahren angelegte Lehrpfad war nicht nur in die Jahre gekommen, sondern entsprach in seiner Ausführung nicht mehr den modernen Anforderungen naturkundlicher Wissensvermittlung, formulierte Manfred Klöppel vom Projektträger Naturparkzentrum Obere Saale-Sormitz. „Die Probleme des Naturschutzes sind nicht nur in der modernen Landnutzung begründet, sondern auch im mangelnden naturkundlichen Wissen in breiten Kreisen der Bevölkerung“ erklärte Klöppel stellvertretend für die vielen unterstützenden Akteure.

Was passiert mit Fröschen und Libellen, wenn Gewässer ­fischereilich zu intensiv bewirtschaftet und ihre Landlebensräume zu unpassenden Zeitpunkten gemäht werden? Antworten finden Interessierte auf über 20 interaktiven Informations-Elementen, auf denen in einfacher Weise über ökologische Zusammenhänge im Teichgebiet informiert wird. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fragen, die sich die Europäische Union und der Freistaat Thüringen stellen. Das Vogelschutzgebiet und das FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitate) wurden deshalb ausgewiesen, weil es dort noch viele der durch die Europäische Union geschützte Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume für diese gibt. Als besonders markante ­Arten kommen der in der Paarungszeit der blau gefärbte Moorfrosch und der imposante Nördliche Kammmolch vor, der wegen seines bizarren Aussehens auch den Beinamen „Wasserdrachen“ führt.

Das Angebot wendet sich an Touristen und Einheimische. Neben diesem Themenweg werden vom Verein noch ein Faltblatt und eine Broschüre über das Schutzgebiet erstellt, die jedem Haushalt der Region kostenlos zugestellt werden. Die Finanzierung des Gesamtprojektes tragen vornehmlich die EU und der Freistaat Thüringen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 130.000 Euro. Zehn Prozent der Kosten steuerte der Verein aus Eigenmitteln zu.

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