Neustadt übernimmt VG-Angestellte vorerst nicht

Oettersdorf.  Neustadt an der Orla wird voraussichtlich nicht zum April oder Mai die beiden Angestellten der VG Seenplatte übernehmen.

Thomas Wunsch, Erster Beigeordneter von Knau, Ingrid Schulz, Ortsteilbürgermeisterin von Linda, und Petra Herzog, Ortsteilbürgermeisterin von Dreba, bekamen von Neustadts Bürgermeister Ralf Weiße (von links) beim Neujahrsempfang symbolisch die neuen Ortsschilder überreicht.

Thomas Wunsch, Erster Beigeordneter von Knau, Ingrid Schulz, Ortsteilbürgermeisterin von Linda, und Petra Herzog, Ortsteilbürgermeisterin von Dreba, bekamen von Neustadts Bürgermeister Ralf Weiße (von links) beim Neujahrsempfang symbolisch die neuen Ortsschilder überreicht.

Foto: Theresa Wahl

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Nachdem die Verwaltungschefin der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Seenplatte, Kathleen Mertz (CDU), angekündigt hatte, dass ihre VG zwei Mitarbeiter aus dem Hauptamt nach Neustadt an der Orla abgeben müsse, zeigt sich der Bürgermeister von Neustadt, Ralf Weiße (CDU) „irritiert“, wie er der Redaktion mitteilte.

„Die VG Seenplatte muss keine Angestellten nach Neustadt abgeben, sondern vielmehr ist es so, dass die Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte Mitarbeiter loswerden möchte. Ich kann das zwar verstehen, aber dann soll man bitte auch ehrlich sein und dies so kommunizieren“, schrieb Bürgermeister Weiße. Das Neugliederungsgesetz regele zwar, dass zwischen den betreffenden Gemeinden – in diesem Fall Neustadt – und der betreffenden Verwaltungsgemeinschaft eine Auseinandersetzung zu erfolgen habe, dafür gebe es jedoch eine Frist von einem Jahr. „Momentan stehen wir ganz am Anfang der Auseinandersetzung, dies bedeutet, dass sämtliche Dinge noch ungeklärt sind und ich nicht davon ausgehe, dass im April oder Mai zwei Mitarbeiter hier in Neustadt angestellt werden“, heißt es weiter in der Erklärung von Ralf Weiße.

Ausgleichszahlungen für Verluste von Einwohnern

Zudem weißt der Neustädter Bürgermeister darauf hin, dass die VG Seenplatte nach dem Neugliederungsgesetz für den Einwohnerverlust einen Ausgleich erhalte. Die Pauschale, welche die VG pro Einwohner von der Mitgliedsgemeinde erhält, liegt bei 127 Euro. Insgesamt wären es rund 118.000 Euro, welche die VG Seenplatte in diesem Jahr weniger an Geldern aus ihren Gemeinden erhalten. Denn durch den Austritt von Dreba und Knau aus der VG zählt diese 932 Einwohner weniger. Als Ausgleichszahlung vom Freistaat werden der VG Seenplatte in diesem Jahr 90 Prozent des weggefallenen Geldes ersetzt. Im kommenden Jahr sind es noch 75 Prozent, im Jahr 2022 nur noch 50 Prozent und im Jahr 2023 lediglich 25 Prozent. Danach gibt es keine Kompensationszahlungen mehr.

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