Physiotherapeuten vom Schleizer Krankenhaus nach Kündigung beurlaubt

Schleiz  Vier von sieben stimmten Betriebsübergang nach Greiz nicht zu

Im  Schleizer Krankenhaus gibt es derzeit keine Physiotherapie mehr.

Im  Schleizer Krankenhaus gibt es derzeit keine Physiotherapie mehr.

Foto: Oliver Nowak

Nach Informationen dieser Zeitung sind vier der insgesamt sieben Beschäftigten der Physiotherapie des Schleizer Krankenhauses nach ihrem Widerspruch zum Betriebsübergang nach Greiz von der Krankenhausgeschäftsführung gekündigt worden. Die drei anderen, die intern als dauererkrankt gezählt werden, widersprachen dem Betriebsübergang hingegen nicht.

Die Krankenhaus-Geschäftsführung hatte am 5. November des vergangenen Jahres den sieben Beschäftigten den Betriebsübergang ins Medizinische Versorgungszentrum der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH zum 1. Januar angekündigt. Der rechtlichen Formalität halber wurde den Beschäftigten der Widerspruch zu diesem Betriebsübergang mit dem Hinweis auf die Kündigung ausgesprochen. Mit dem Widerspruch der vier Physiotherapie-Mitarbeiter aus Schleiz folgten dann auch die Kündigungen der Krankenhaus-Geschäftsführung. In einem Fall zum Ablauf des 31. März, in den drei weiteren Fällen zum Ablauf des 30. Juni.

Den gekündigten Mitarbeitern der Physiotherapie wurde dann untersagt, physiotherapeutisch im Schleizer Krankenhaus tätig zu werden. Wie es aus Kreisen der Physiotherapie hieß, gab es in diesen ersten Tagen des Jahres durchaus den Bedarf an physiotherapeutischer Arbeit an den Patienten im Schleizer Krankenhaus. Stattdessen wurde ihnen angeboten, als Pflegehilfskräfte in der Pflege tätig zu werden.

Dem widersprachen die Physiotherapie-Mitarbeiter jedoch auch. Bis zum Freitag, 8. Januar, erschienen sie auf rechtlichen Rat hin weiter zur gewohnten Arbeitszeit am Arbeitsort. Das hatte nun wiederum die Folge, dass der Verwaltungsdirektor die gekündigten Physiotherapeuten am Freitag bis auf Weiteres beurlaubte.

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