Schleiz vergibt Kulturpreis und ehrt Unternehmer des Jahres

Schleiz.  Bürgermeister Marko Bias hat auf dem Neujahrsempfang der Stadt verdiente Bürger geehrt, auch für die Aktion Offene Gärten.

Susanne und Stefan Kothner haben den erstmals vergebenen Kulturpreis der Stadt Schleiz erhalten.

Susanne und Stefan Kothner haben den erstmals vergebenen Kulturpreis der Stadt Schleiz erhalten.

Foto: Peter Cissek

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Susanne und Stefan Kothner, Steffen Weiser und Steffi Lätzer wurden von Bürgermeister Marko Bias (CDU) auf dem Neujahrsempfang der Stadt Schleiz am Donnerstagabend in der Wisentahalle ausgezeichnet. Wofür genau steht in diesem Text.

Den erstmals vergebenen Kulturpreis der Stadt haben Susanne und Stefan Kothner erhalten. „Das Ehepaar hat sich der klassischen Musik zugewandt und ist mittlerweile ein Aushängeschild für Schleiz geworden“, begründete Bürgermeister Bias. Sie hat Violine und Instrumentalpädagogik an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar studiert und ist seit 1998 freiberufliche Violinen- und Cellolehrerin in Schleiz. 2004 gründete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann das Orchester „musica visenta“ mit etwa 30 Kindern und Erwachsenen, zwölf Jahre später die gleichnamige Musikschule. Er unterrichtet dort Klavier, Orgel, Musiktheorie und Chorleitung. In letztgenanntem Fach bildete er sich zwei Jahre an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen sowie drei Jahre an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel weiter und erhielt einen Abschluss im Chorleitungsexamen. Nebenbei besuchte er diverse Orgel- und Chorleitungsseminare und beendete 2019 das Seminar am Zentrum für Kirchenmusik in Erfurt mit dem Abschluss als Kirchenmusiker.

Bürgermeister Bias würdigte die ehrenamtlichen Tätigkeiten des Ehepaares. So hat es 1999 den Chor „cantamus deo“ gegründet, der jedes Jahr Konzerte in Schleiz, Auma und Zeulenroda gibt. Stefan Kothner hat 2014 die Leitung des Kirchenchores der Neuapostolischen Kirche in Schleiz übernommen, 2017 die Leitung des „Chor der Ehemaligen“ des Schleizer Gymnasiums. Das Orchester „musica visenta“ hat den Neujahrsempfang am Donnerstagabend musikalisch gestaltet.

Erster Investor im Industriegebiet Wolfsgalgen

Steffen Weiser von Fassadentechnik Weiser aus dem Ortsteil Crispendorf wurde als Unternehmer des Jahres 2019 verbunden mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Schleiz geehrt. Das 2004 mit zwei Mitarbeitern gegründete Unternehmen hat sich spezialisiert auf hochwertige Fassaden aus Aluminium, Aluminiumverbundwerkstoffen, Stahl und Kupfer und war von Anfang an deutschlandweit unterwegs. Aufträge vom Bodensee oder der Insel Sylt haben die Mitarbeiterzahl mittlerweile auf 20 ansteigen lassen. Es wurden drei Patente und zwei Gebrauchsmuster für Fassadensystem durch angemeldet. Ab 2009 hat es eine eigene Fassadenplanung, den Einstieg in die Metallbearbeitung und erste Projekte mit selbstentwickelten Fassadensystemen umgesetzt. Seit 2011 wird in einer größeren Werkhalle in Plothen produziert. Die Firma ist die erste, die derzeit im Schleizer Industriegebiet am Wolfsgalgen ein neues Produktions- und Bürogebäude baut.

Steffen Weiser war aktiv beteiligt bei der Sanierung des Kriegerdenkmals in Crispendorf. „Nicht nur die Planung, Fertigung und Montage wurden zum großen Teil von ihm finanziert, sondern auch die Recherchen über die Gefallenen wurden von ihm angestellt“, würdigte Marko Bias.

Steffi Lätzer von Offene Gärten geehrt

Geehrt wurde Steffi Lätzer aus dem Ortsteil Langenbuch, die Leiterin der Arbeitsgruppe Offene Gärten für die Region Schleiz/Zeulenroda. Damit wurde ihr kultureller Beitrag sowie der ihrer Vorgängerin Angelika Heerlein und Mitstreiterin Inka Söll für die Region Schleiz gewürdigt. „Gleichzeitig möchten ich allen Garteninhabern einen herzlichen Dank aussprechen, ohne deren Bereitschaft die Veranstaltung Offene Gärten nicht möglich wäre“, sagte Bürgermeister Bias. In vielen motivierenden persönlichen Gesprächen mit Gartenbesitzern wurde die Anzahl von sechs auf 15 Teilnehmergärten innerhalb von vier Jahren gesteigert. Die Schleizer Arbeitsgruppe ist auch sehr bemüht, die Gärtner von morgen, als Kinder und Jugendliche der Schleizer Schulen, einzubeziehen. Ob Land-Art-Projekt, Wissensquiz, Schulgartenprojekte und fast durchgängig Erlebnisse des Kunst- und Werkunterrichts, aber auch Arbeiten von professionellen Künstlern und Handwerkern wurden in die Gartengestaltung einbezogen.

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