Schneeskulpturen von Wernsdorf begeistern Passanten

Wernsdorf  Steinbildhauermeisterin Jenny Lux und Lebensgefährte Malte Sossinka haben vor dem Haus in Wernsdorf besondere „Schneemänner“ errichtet.

Die Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin Jenny Lux und ihr Lebensgefährte Malte Sossinka (nicht im Bild) haben die baubedingte Winterpause genutzt, um vorerst vier Schneeskulpturen zu bauen.

Die Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin Jenny Lux und ihr Lebensgefährte Malte Sossinka (nicht im Bild) haben die baubedingte Winterpause genutzt, um vorerst vier Schneeskulpturen zu bauen.

Foto: Malte Sossinka

Was macht eine Steinbildhauerin in der saisonbedingten Winterpause? Sie baut Schneemänner, besser gesagt, sie modelliert Schneeskulpturen. Die Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin Jenny Lux und ihr Lebensgefährte Malte Sossinka haben die vergangenen Tage genutzt, um Schneemassen zu Figuren zu verarbeiten.

Die bis zu 1,50 Meter hohen Figuren stehen vor dem Haus im Saalburg-Ebersdorfer Ortsteil Wernsdorf, in dem das Paar wohnt, und locken vor allem Familien mit Kindern aus dem südlichen Saale-Orla-Kreis zu einem Stopp an den Gartenzaun. Fantasie ist gefragt, denn jeder Besucher sieht in den Skulpturen vom Yeti bis zum Pinguin andere Figuren.

Jeden Tag halten Autos am Zaun in Wernsdorf

„Die Tochter meines Lebensgefährten hat einen kleinen Schneemann gebaut. Wir haben aus Jux und Tollerei auch eine Figur aus Schnee errichtet. Doch dann gab es viel positive Reaktionen von Passanten, sodass wir weitergemacht haben. Jeden Tag halten Autos, die Leute freuen sich, was Ansporn genug für uns war“, sagte Jenny Lux.

Um die Details auszuarbeiten, haben Jenny Lux und Malte Sossinka aber keinen Meißel oder anderes Steinmetzwerkzeug verwendet, sondern alles per Hand aus vielen kleinen Schneebällen modelliert. „Natürlich sind meine Erfahrungen als Bildhauerin eingeflossen“, sagte die Wernsdorferin.

Jenny Lux, die in Wernsdorf das „Steinatelier ­deLUXe“ betreibt, ist in der Wisenta-Stadt Schleiz keine Unbekannte. Ob vor der Stadtbibliothek, der Böttger-Apotheke oder am Gedenkstein der Tagesschnellsten an der Rennstrecke: Seit Juni 2015 schmücken die von ihr in regelmäßigen Abständen erschaffenen Wisente aus Sandstein das Schleizer Stadtbild. Im Hauptjob verrichtet sie mit ihrem Lebensgefährten Malte Sossinka als Industriekletterer Arbeiten in mitunter großer Höhe oder an schwer zugänglichen Orten. Kennengelernt haben sich die Wernsdorferin und der Hamburger bei der Arbeit auf Baustellen. Sie eint die Liebe zur Denkmalpflege. „Wenn die witterungsbedingte Pause vorbei ist, haben wir ausreichend Aufträge abzuarbeiten“, sagte Jenny Lux.