Seenplatte verliert Mitarbeiter an Neustadt

Oettersdorf.  Die Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte muss seit dem Austritt der Gemeinden Knau und Dreba zwei Mitarbeiter an deren neue Verwaltung abgeben.

Die Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte hat ihren Hauptsitz in der Schleizer Straße in Oettersdorf.

Die Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte hat ihren Hauptsitz in der Schleizer Straße in Oettersdorf.

Foto: Oliver Nowak

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Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Seenplatte muss seit dem Austritt der Gemeinden Knau und Dreba zwei Mitarbeiter an die Verwaltung von Neustadt/Orla abgeben. So will es das Neugliederungsgesetzt. Für die VG bedeutet das eine kleine Herausforderung.

Wann genau die Beschäftigten die VG Seenplatte verlassen werden, steht laut Verwaltungschefin Kathleen Mertz (CDU) noch nicht fest. Voraussichtlich werden sie zum April oder Mai nach Neustadt wechseln. „Wir sind derzeit mit Neustadt in Verhandlungen“, sagte Mertz. Zurzeit finde bereits die Aktenübergabe statt. Die Verwaltung der VG muss sich durch den Abzug der zwei Mitarbeiter aus dem Hauptamt nun neu strukturieren. „Wir müssen bestehende Aufgaben neu verteilen, weil unterm Strich alle Bereiche von dem Weggang betroffen sind“, erklärte sie. Von den insgesamt zehn Beschäftigten unter Kathleen Mertz bleiben dann nur noch acht.

VG wird 30 Jahre, das soll gefeiert werden

Gefährden würde das die Existenz der VG jedoch nicht. „Bei unserer jüngsten Bürgermeister-Beratung haben sich alle Bürgermeister eindeutig für den Erhalt der VG ausgesprochen“, betonte Mertz. Auch die Alternative, die Verwaltungsarbeit von anderen Gemeinden künftig erfüllen zu lassen, wurde ausgeschlossen. Zudem hätten die Bürgermeister angekündigt auch nach den kommenden Bürgermeister-Wahlen im Mai 2022 weiterhin an der VG festhalten zu wollen – sofern sie wiedergewählt werden. „Für mich sind die Bürgermeister-Wahlen gefühlt schon übermorgen“, kommentierte Mertz.

Da die VG Seenplatte dieses Jahr 30 Jahre alt wird, hätte man sich bei der Bürgermeister-Beratung zudem dafür ausgesprochen, dieses Ereignis mit einem Fest zu begehen. Wann und wo das Fest genau stattfinden soll, ist noch nicht beschlossen. Die Feierlichkeit soll jedoch um den 3. Oktober sein. Vorgesehen ist unter anderem ein Rückblick auf die Geschichte der VG.

„Wo in den 1990er und 2000er Jahren noch viel investiert wurde, wird nun vor allem das Geld für den Erhalt der bestehenden Infrastruktur von den Gemeinde aufgewendet“, meinte Mertz. Durch den anstehenden Personalabbau würden perspektivisch die Personalkosten in der VG sinken. Insgesamt sei die VG mittelfristig – für die Verwaltungschefin bedeutet das für die kommenden fünf bis zehn Jahre – gut aufgestellt.

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