Seniorenclub Schleiz nicht nur Ort für einen gepflegten Skat

Schleiz.  Kerstin Buhmann setzt bei Planung der Veranstaltungen auf feste Größen - lädt aber auch immer wieder gern interessante Gäste ins Atriumhaus ein.

Hans Weiss (r.) und Manfred Steingräber spielten im Skat-Jahr 2019 vom Seniorenclub Schleiz der Volkssolidarität „Oberland“ jeweils einen „Grand Ouvert“. Clubchefin Kerstin Buhmann gratulierte recht herzlich und übergab als Erinnerung die obligatorischen Rahmen, auf denen die wichtigsten Daten beider Spiele für die Nachwelt festgehalten sind.

Hans Weiss (r.) und Manfred Steingräber spielten im Skat-Jahr 2019 vom Seniorenclub Schleiz der Volkssolidarität „Oberland“ jeweils einen „Grand Ouvert“. Clubchefin Kerstin Buhmann gratulierte recht herzlich und übergab als Erinnerung die obligatorischen Rahmen, auf denen die wichtigsten Daten beider Spiele für die Nachwelt festgehalten sind.

Foto: Uwe Lange / OTZ

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Heute ist Tag 13 im neuen Jahr - für die Besucher des Seniorenclubs der Volkssolidarität „Oberland“ in der Begegnungsstätte des Schleizer Atriumhauses heißt das, um 14 Uhr steht hier altersgerechte Gymnastik an. So liest man es zumindest auf dem Plan, den Leiterin Kerstin Buhmann immer für zwei Monate erarbeitet. Schaut man mal kurz drüber, wird schnell ersichtlich, dass da inhaltlich Abwechslung und Geselligkeit groß geschrieben werden.

Für Geselligkeit jedenfalls war 2020 schon mal am 7. Januar gesorgt, als im Rahmen eines Preisskates - zu dem sich diesmal 36 Akteure eingefunden hatten - die „Krone“ für 2019 vergeben wurde. Zweimal kam es voriges Jahr auch zu einem „Grand Ouvert“. Selbiger gilt als höchstes Spiel im Skat und ist nun wirklich nicht gängige Praxis. Hans Weiss spielte einen am 5. März - mit Gerhard Jäckel in der Vorhand, dritter Mann im Bunde war Wolfgang Elschner. Der 2. April ist auf dem zweiten Rahmen als Datum festgehalten: Beteiligt hier waren Manfred Steingräber, Lothar Täubert und erneut Gerhard Jäckel. Nicht zu vergessen der Einsatz von Peter Reichel als Geber. Zwei neue Rahmen, insgesamt müssten es inzwischen wohl um die acht sein, mit den wichtigsten Daten zieren jetzt also eine Wand im Club.

Schon irgendwie spannend ist es, wenn man Kerstin Buhmann beim Planen mal sprichwörtlich so ein wenig über die Schulter schaut. Wie sie gegenüber der Redaktion betonte, stützt sie sich dabei auf feste Größen wie zum Beispiel eben den Preisskat, Spielenachmittage sowie Ausflüge beziehungsweise Wanderungen. Gewandert wird in diesem Monat am 25. „Rund um den Königsberg“ - zirka sieben Kilometer sind angekündigt. Auf Wanderführer Dieter Kögler treffen die Teilnehmer an diesem Tag um 12.30 Uhr am Neumarkt. Am 22. Februar ist die Tour mit „Gräfenwarth, Mastengasse, Aussichtspunkt Bühl“ überschrieben.

Gern lädt sie aber auch mal Gäste ein. Wie zum Beispiel die Schriftstellerin Johanna Kirschstein am 6. Februar, die ihr Publikum mitnehmen wird auf „Eine unterhaltsame Reise durch Thüringen“ und dabei Auszüge aus ihren Büchern vorstellen möchte. Vorbeikommen wird im Februar ebenso Günther Rocktäschel und über die „Schleizer Kinos im Wandel der Zeit“ sprechen.

Bewegte Bilder und kurzweilige Plaudereien gibt es am 21. Januar und 20. Februar von und mit Lothar Knäschke aus Dörflas. Der Naturliebhaber und passionierte Hobby-Filmer ist bei seinem ersten 2020-er Einsatz hier zunächst unterwegs im „Kleingarten - der Oase für Mensch, Tier und Pflanze“. Vier Wochen später ist Schweden sein virtuelles Ziel. Wie Lothar Knäschke bei einem Gespräch erst am Sonnabend anmerkte, legte sein Großvater, der Gärtnermeister Berthold Oertel, schon in frühster Kindheit den „Keim“ für dessen Naturverbundenheit. Und vom zweiten Lehrlingsgeld kaufte sich der heute 78-Jährige die erste Kamera, eine „Pouva Start“. „Seit jener Zeit wird man mich unterwegs selten ohne Fotoapparat oder Filmkamera getroffen haben.“ Heißt: Die Kamera war immer dabei, wenn er seiner weiteren Leidenschaft - dem Reisen - frönte. Zum Glück, sonst gäbe es all die Filme nicht, für die Lothar Knäschke nach der Wende auf der ganzen Welt die Motive fand. Und zum Fototermin vorgestern bei ihm im Garten konnte man feststellen, dass die Größe einer Kamera nicht unbedingt ausschlaggebend ist für die Qualität des jeweils produzierten Materials.

Doch zurück zum Plan des Clubs und dessen Highlights im Januar und Februar: Kerstin Buhmann verwies dabei nochmals auf das Gans- und Wildessen am 28. Januar in der Glücksmühle, für das man sich bis Donnerstag noch anmelden kann. Sie erwähnte aber ebenso den Faschingstanz am 25. Februar, dabei wird Karli Hofmann musikalisch das „Zepter“ führen und den Besuch im „Keramikmuseum Bürgel“ am 27. Februar. Anmeldungen dafür nimmt sie bis 19. Februar entgegen.

Es lohnt sich also immer mal einen Blick auf die Planung für den Seniorenclub im Atriumhaus zu werfen. Man findet sie auch im Schaukasten direkt am Club und in einem weiteren im Bereich der Schleizer Kaufhauskreuzung.

Abschließend nochmal zurück zum Skat: Wie aus der Runde zu erfahren war, würden sich die „Herren der Schöpfung“ zukünftig auch über weibliche Mitstreiter freuen. Ein dickes Dankeschön von ihnen ging zudem an Kerstin Buhmann und Monika Täubrich für das sehr gute Buffet vom 7. Januar, welches durch das „Abreizgeld“ finanziert wurde.

Telefonisch erreichbar ist Clubleiterin Kerstin Buhmann im Atriumhaus unter Tel.: (03663) 410942 oder 410941.

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