Sophie Filipiak kommentiert: Der Tag nach dem SMS-Festival

Die Autorin ist überzeugt, dass sich Umweltbewusstsein und Spaß nicht ausschließen müssen

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Sich um seinen eigenen Müll kümmern, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Dennoch zeugen die Hinterlassenschaften einiger SMS-Besucher, dass dem nicht so ist. Zelte werden achtlos liegengelassen, Bierdosen ins Gras gedrückt und Müllsäcke auf dem Campingsplatz verteilt. Was mir vor allem nicht einleuchten will, ist die Tatsache, dass manche Besucher mit ihrem halben Hausstand anreisen und ihn dann einfach dort lassen. So ein Kühlschrank oder eine Couchgarnitur sind nicht eben leicht zu tragen, zudem verbraucht die schwere Last bei der Anreise mehr Sprit. Warum also die ­ganzen Mühen?

Jedoch kann ich in diesem Jahr den Anfang eines Wandels bemerken. Es sieht – verglichen mit den Vorjahren – doch etwas ordentlicher auf den verlassenen Campingsplätzen des Festivals aus. Daran hat auch der Veranstalter seinen Anteil: ein eigenes Müllfahrzeug während des Festivals, höhere Parkgebühren für Auto-Anhänger und nicht zu vergessen die Regelung, dass nur Gäste mit gültigem ­Ticket auf die Campingsplätze dürfen. Auch durch Newsletter haben die Organisatoren die Besucher aufgefordert, Müll so weit es geht zu vermeiden.

Ebenso haben die Musikfreunde zum Gelingen dieses Vorhabens beigetragen. Denn selbst die besten Hinweise und Angebote nutzen nichts, wenn sie nicht auch angenommen werden. Umweltbewusstsein und die Lust zu feiern müssen sich nicht ausschließen.

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