Spritzenhaus Sparnberg wird saniert

Sparnberg  Ortsteilfeuerwehr hat noch acht aktive Einsatzkräfte. Mannschaftstransportwagen aus Hirschberg bald hier stationiert

Schon gut voran ging es bei der Sanierung des Spritzenhauses der Feuerwehr in Sparnberg. Ortsteilbürgermeister Wolfgang Rauh steht am Tragkraftspritzenan­hänger.

Schon gut voran ging es bei der Sanierung des Spritzenhauses der Feuerwehr in Sparnberg. Ortsteilbürgermeister Wolfgang Rauh steht am Tragkraftspritzenan­hänger.

Foto: Uwe Lange

Bis vor gut einem dreiviertel Jahr führte das Spritzenhaus von Sparnberg mehr oder weniger ein Schattendasein, war unansehnlich und was die Bausubstanz angeht, hatte der Zahn der Zeit doch heftige Spuren hinterlassen. Und dabei gibt es doch im Hirschberger Ortsteil noch eine Feuerwehr! Sie ist insgesamt 15 Mann stark, davon sind acht Mitglieder noch aktiv und ausbildungsmäßig in die Feuerwehr Hirschberg inte­griert.

Offizielle Einweihung dann im Frühherbst

Aus der „grauen Maus“ wurde in den vergangenen Monaten aber schon so etwas wie ein „stolzer Schwan“. In strahlendem Weiß präsentiert sich das Domizil dieser kleinen Wehr gegenwärtig. Wie von Ortsteilbürgermeister Wolfgang Rauh gestern zu erfahren war, arbeitet drinnen schon der Elektriker. Im Frühherbst – ein konkreter Termin steht noch nicht fest – wird es dann eine ­offizielle Einweihung geben.

Dann können die Besucher sicher ebenfalls den Mannschaftstransportwagen (MTW) in Augenschein nehmen, der hier schon in naher Zukunft stationiert werden soll. Hirschbergs Stadtbrandmeister Mirko ­Narosch teilte dazu mit, dass der MTW in der Saalestadt nicht mehr benötigt wird und deshalb in den Ortsteil wechselt. Für die acht Einsatzkräfte vor Ort ist das schon ein großer Schritt nach vorn, muss ihr Tragkraftspritzenanhänger doch bis heute noch mittels Traktor im Fall der Fälle an die Einsatzstelle ­gebracht werden.

„Wir haben diesen Hänger, der ist 46 Jahre alt, wie man am Typenschild unschwer erkennen kann“, betonte Ortsteilbürgermeister Wolfgang Rauh, als er das große Tor öffnete und somit den Blick auf den „Oldie“ freigab. Für den Einbau des besagten zweiflügligen Tores und der Decke im Inneren zeichnete die Sparnberger Firma Jens Knörnschild verantwortlich. Alles andere lässt sich getrost als Gemeinschaftswerk der Feuerwehrleute – meistens der Alterskameraden – bezeichnen, wurde in Eigenleistung erledigt. „Das benötigte Material, hat die Stadt Hirschberg bezahlt“, betonte Wolfgang Rauh, der als Alterskamerad hier selbst auch mit Hand angelegt hat. Steht man heute in der schmucken Garage fällt es schwer, sich den Zustand vor der Sanierung vorzustellen. „Innen das Dach war durchgebrochen und zum großen Teil durchgefault, weil es reingeregnet hat. Die Zwischenwände mussten wir rausnehmen. Feuchtigkeit gezogen hatte zudem die Einsatzbekleidung der Kameraden in den Holzregalen, die wir momentan drüben im Gemeindeamt zwischenlagern. Jetzt ist hier alles neu verschlagen, neu verputzt und gemalert“, so schilderte der Ortsteilbürgermeister ganz grob das bewältigte Arbeitspensum und würdigte anschließend: „Das ist wieder eine große Errungenschaft für unser kleines Sparnberg. Noch dazu wo man sagen muss: Wir haben noch eine Feuerwehr.“

Feuerwehrkommandant in Sparnberg ist Heiko Dick, Ronny Rauh sein Stellvertreter. Mit ihrer kleinen Truppe stehen sie für den Brandschutz im Hirschberger Ortsteil, sind aber auch die, die einem möglichen Feuer oder einer anderen Katastrophe als Erste Paroli bieten, bis die Hauptkräfte aus Hirschberg eintreffen. Und zusammen mit den Alterskameraden stehen sie mit als Garant für das gesellschaft­liche Leben vor Ort.

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