Staatssekretärin zu Besuch im Deutsch-deutschen Museum in Mödlareuth

Mödlareuth.  Die Staatssekretärin für Kultur in der Thüringer Staatskanzlei besuchte das Museum Mödlareuth. PMO-Mittel müssen für kommendes Jahr freigegeben werden

Tina Beer (v.l.) mit Museumsdirektor Robert Lebegern und dem Landrat des Landkreises Hof, Oliver Bär im Deutsch-deutsche Museum Mödlareuth.

Tina Beer (v.l.) mit Museumsdirektor Robert Lebegern und dem Landrat des Landkreises Hof, Oliver Bär im Deutsch-deutsche Museum Mödlareuth.

Foto: Oliver Nowak

Die Staatssekretärin für Kultur in der Thüringer Staatskanzlei, Tina Beer, besuchte unter anderem zusammen mit dem Landrat des Landkreises Hof, Oliver Bär, und dem 1. hauptamtlichen Beigeordneten des Landrates vom Saale-Orla-Kreis, Jürgen Hauck, das Deutsch-deutsche Museum Mödlareuth. Dort wollte sich die Staatssekretärin ein Bild vom Museum machen und über den aktuellen Stand in Sachen geplanter Neubau und Neugestaltung der Außenanlagen erfahren.

Neben den Ausstellungsräumen wurde der Staatssekretärin von Museumsdirektor Robert Lebegern auch das Depot des Museums mit etwa 15.000 Ausstellungsobjekten gezeigt. Bei Sonderausstellungen, so der Museumsdirektor, werden zwischen zwei und fünf Prozent der im Depot gelagerten Ausstellungsstücke verwendet. Bei einem Rundgang wurde Beer von Bär vor allem die Außenanlagen gezeigt. Der Freistaat will 800.000 Euro in die Neugestaltung der Außenanlagen aus dem sogenannten Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR (PMO) investieren. Ursprünglich sollte dieses Geld in diesem Jahr ausgegeben werden. Verzögerungen bewirken jedoch, dass das Geld nun für das kommende Jahr bereitgestellt werden muss. Eine Entscheidung des Thüringer Finanzministeriums dazu steht jedoch noch aus. Ohnehin ist die Beteiligung aus dem Freistaat Thüringen am Gesamtprojekt gering. Das Land Bayern sowie der Bund zahlen jeweils etwas mehr als 5,6 Millionen Euro. Dennoch schätzt Museumsdirektor Robert Lebegern, dass in den kommenden Jahren ein Fehlbedarf von zwei bis drei Millionen Euro – unter anderem wegen gestiegener Baukosten – auftreten könnte. Der Museumsdirektor hofft, dass sich dann eventuell auch Thüringen finanziell stärker mit einbringen würde. Staatssekretärin Beer verteidigt die verhältnismäßig geringen Finanzmittel damit, dass Thüringen ein vergleichsweise kleiner Freistaat sei und die PMO-Mittel auch nur auf thüringer Gebiet eingesetzt werden dürften. Jährlich besuchen zwischen 400 und 450 Schulklassen das Museum, nur etwa 20 Prozent davon kämen aus Thüringen, berichtete der Museumsleiter auf Nachfrage dieser Zeitung – obwohl die Staatskanzlei für den Besuch im Museum werbe, wie Staatssekretärin Beer meinte.