Stadt Tanna warnt vor dem Füttern von Schwänen

Tanna-Frankendorf.  Weil am Frankendorfer Stau das Schwanenpaar Nachwuchs bekommen hat und dieses Jahr überleben soll, hat die Stadtverwaltung Schilder aufgestellt.

Am Stau bei Frankendorf brüten Schwäne.

Am Stau bei Frankendorf brüten Schwäne.

Foto: Stadt Tanna/Michael Groth

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Am Stausee bei Frankendorf brütet seit Tagen ein Schwanenpaar. Nun ist der Nachwuchs geschlüpft. Die Stadtverwaltung Tanna will vermeiden, dass der Nachwuchs erneut zu Tode kommt und hat vier Schilder am Gewässer aufgestellt, die davor warnen, die Wasservögel zu füttern.

„Vergangenes Jahr haben Spaziergänger die Tiere mit Brot oder ähnlichen Teigwaren gefüttert. Alle fünf kleinen Schwäne haben das nicht überlebt“, sagte Michael Groth, Leiter des Bürgerbüros der Stadtverwaltung Tanna. Er hofft, dass die Einwohner sich an die Aufforderung halten und der Nachwuchs dieses Jahr überlebt.

Nicht selten kommt es vor, dass Menschen Schwäne füttern, weil sie die Vögel hautnah erleben möchten. Manche befürchten sogar, dass die Schwäne allein nicht ausreichend Futter in der Natur finden würden. Doch Schwäne und andere Wasservögel mit Brot zu füttern, ist keine gute Idee und kein gesundes Futter, da die Wildtiere es schwer verdauen können. Außerdem führt die einseitige Ernährung zu Mangelerscheinungen. Das macht die Tiere anfällig für Krankheiten.

Oftmals landet das Brot auch im Wasser, sinkt dort auf den Grund und verfault. Durch den Fäulnisprozess wird der Sauerstoff im Wasser verbraucht und Wasserbewohner wie Fische, Schnecken oder Pflanzen ersticken, ist auf der Internetseite bussgeldkatalog.org zu lesen. In manchen Orten können Strafen von bis zu 1000 Euro ausgesprochen werden.

Die Stadt Tanna hat ein solches Bußgeld nicht in ihren Satzungen enthalten, teilte Michael Groth mit.

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