Die Tagesstätte der Lebenshilfe in Schleiz wird 20 Jahre jung

Schleiz.  Seit 2007 hat sie ihr Domizil in der Augasse. Mitarbeiter und hier betreute Menschen bereiten für den 5. Februar ein kurzweiliges Programm vor.

Zwei alten Schleizer „Tratschweibern“ in einer Bushaltestelle, soll am 5. Februar – bei der kabarettistisch angehauchten Rückschau von Heiko Matthes und seiner Mannschaft auf zwei Jahrzehnte Tagesstätte der Lebenshilfe in Schleiz –  eine wichtige Rolle zukommen. Die Vorbereitungen laufen, es wird geprobt und in der Holzwerkstatt (Foto) wird fleißig gewerkelt.

Zwei alten Schleizer „Tratschweibern“ in einer Bushaltestelle, soll am 5. Februar – bei der kabarettistisch angehauchten Rückschau von Heiko Matthes und seiner Mannschaft auf zwei Jahrzehnte Tagesstätte der Lebenshilfe in Schleiz – eine wichtige Rolle zukommen. Die Vorbereitungen laufen, es wird geprobt und in der Holzwerkstatt (Foto) wird fleißig gewerkelt.

Foto: Uwe Lange / OTZ

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Von heute an sind es noch 18 Tage für Heiko Matthes und seine Mannschaft samt der hier betreuten Besucher, bis am 5. Februar im Saal der Wisentahalle 20 Jahre Tagesstätte der Lebenshilfe in Schleiz gefeiert werden. Das ist eine große Aufgabe für alle, denn man eröffnet damit auch den Reigen der Veranstaltungen, in deren Rahmen es um den 30. Geburtstag der Lebenshilfe Schleiz-Bad Lobenstein geht. Alle packen mit an, extra für diesen Höhepunkt wurde sogar der Therapieplan für die Nutzer des Hauses angepasst. Die Zeit bis zum „Tag X“ wird zum Projekt-Monat.

Rückblende: Eine Tagesstätte für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen in der Kreisstadt gibt es seit dem Jahr 2000. Alles begann in der Hofer Straße 14, über die Zwischenstation Hofer Straße 22 ging es in die Augasse 10. „Ich selbst war damals Praktikant, habe also die Anfänge dort von der Pike auf miterlebt“, erinnerte sich Heiko Matthes, der eigentlich gelernter Rundfunk- und Fernsehtechniker ist. Nach der Wende war er einer von vielen, die sich beruflich neu orientieren mussten, trat eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger an, bekam auch durch seinen behinderten Sohn Kontakt zur Lebenshilfe und stieg hier ein. Schulbank drücken hieß es nochmal beim berufsbegleitenden Studium über drei Jahre, welches er als Diplom-Sozialarbeiter/-Sozialpädagoge beendete. Seit 2015 steht er an der Spitze eines Teams, welches jetzt sieben Mitarbeiter umfasst - die sich um gegenwärtig 22 Besucher der Tagesstätte kümmern.

Solch eine Einrichtung war damals neu, auch für das Verständnis der Menschen draußen. „Meines Erachtens gab es Therapieplätze für fünf bis sechs Leute. Relativ schnell erkannte man aber, dass der Bedarf für eine Betreuung wesentlich größer ist und erweiterte die Kapazitäten Schritt für Schritt“, erzählte Matthes weiter.

Requisitenbau und Probe für kabarettistischen Rückblick

Wer Geburtstag hat, der lädt sich Gäste ein – das trifft natürlich auch auf die Tagesstätte für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen zu. Erwartet werden zur Festveranstaltung unter anderem ehemalige Mitarbeiter, Kollegen und Besucher aus den befreundeten Tagesstätten in Zeulenroda und Pößneck, von der „Tagespflege der Generationen“ in Schleiz sowie Vertreter aller Institutionen, mit denen man in den vergangenen zwei Jahrzehnten eng zusammenarbeitete.

„Nun wissen ja von denen alle, was so in einer Tagesstätte ansteht. Deshalb haben wir uns überlegt, dass wir die wichtigsten Ereignisse aus diesen 20 Jahren nochmals in kurzweiliger, kabarettistischer Art und Weise Revue passieren lassen sollten“, erklärte Heiko Matthes. Fernab jeglicher Öffentlichkeit wird nun schon seit geraumer Zeit fleißig geprobt. Zusammen mit Oliver Donath koordinierte er alle Aktivitäten – beide werden in der Wisentahalle auch Regie führen.

In der Holzwerkstatt werkelt man derzeit an allen möglichen Requisiten, unter anderem an einer Bushaltestelle! Wozu aber das? So recht gab es darauf keine Antwort: Nur die Info, dass im Rahmen des Programmes zwei alten Schleizer Tratschweibern in einer Bushaltestelle eine wichtige Rolle zukomme. Sie werden den Bogen von einem Highlight zum anderen spannen.

Gestern probte man bereits in der Wisentahalle, um die Gegebenheiten kennenzulernen. Einen Gesamtdurchlauf wird es später geben. Bis dahin muss noch an den Feinheiten gearbeitet werden. Nach den gut 45 Minuten Kurzweil am 5. Februar, sollen die für solche Anlässe obligatorischen Grußworte folgen.

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