Tatra als Reiseziel in Schleiz näher gebracht

Schleiz.  In der Schleizer Wisentahalle wurde jüngst ein Vortrag über die Tatra gehalten.

Ralf Schwan auf einem Gipfel im Tatra-Gebirge.

Ralf Schwan auf einem Gipfel im Tatra-Gebirge.

Foto: Ralf Schwan

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Die Tatra war vor der Wende ein Traumziel der DDR-Bürger. Wer einigermaßen gut bei Kasse war, konnte sich den Traum auch erfüllen. Liebhaber dieses „kleinsten Hochgebirges der Welt“ trafen sich kürzlich in der Schleizer Wisentahalle zu einer Lichtbildreportage mit dem Titel „Tatra – Wildnis und Bergparadies im Herzen Europas“.

Ralf Schwan aus Waltershausen erfreute die Besucher mit eindrucksvollen Fotos sowie facettenreichen Videosequenzen aus den letzten ursprünglichen Wildnisgebieten Europas. Anderswo längst ausgerottete Tiere, wie Bär, Wolf und Lux, sind hier noch vertreten. Zackige Bergspitzen, Wasserfälle, traumhafte Wald- und Seenlandschaften wurden vor den Augen der Besucher in der Wisentahalle lebendig.

Tatra als Reiseziel wieder in den Vordergrund gerückt

Interessant ist der nördliche Karpatenbogen gleichermaßen für Wanderer, Bergsteiger und Wintersportler. „Nach der Wende verlor die Tatra sprunghaft an Bedeutung. Da wollten die Ostdeutschen andere Gebiete ergründen“, sagte Schwan.

Vor ein paar Jahren beschlossen der Waltershausener und seiner Partnerin Marlis nach einer Reise in die Tatra: „Da könnte man doch etwas daraus machen“. So waren die beiden zu verschiedenen Jahreszeiten mehrmals in unterschiedlichen Gebiete des Gebirges unterwegs, um zu fotografieren und zu filmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Man erlebte die beiden sowohl durch Tiefschnee watend, wie auch gefährliche Kletterpartien meisternd und in reizvollen landestypischen Holzhütten rastend.

„Viel hat sich geändert, aber der ursprüngliche Charme und Charakter der Tatra ist geblieben“, stellte Schwan fest. Sequenzen aus einem Volklore-Festival im Sommer in Vychotna zeigten die Verbundenheit der Bewohner mit ihren historischen Traditionen. Farbenfreudige Trachten der vielfältigsten Art konnte man bewundern und auch die unübertroffene Sing- sowie Tanzfreudigkeit der Einheimischen.

Mittlerweile kommen jetzt wieder mehr Menschen in die Region. Es soll eine preiswerte Alternative zu dem Urlaub in den Alpen sein. „Für uns war das ein sehr interessanter und erfreulicher Vortrag“, meinte die Familie Sommer aus Pößneck. „Wir konnten uns an Erinnerungen freuen und gleichzeitig war das ein Hinweis, wieder mal eine Reise in die Tatra zu planen“.

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