Team aus Berg gewinnt Geländespiel in Hirschberg

Hirschberg  Zum Feuerwehrfest am Sonnabend wurde auch der 25. Geburtstag der Jugendfeuerwehr gefeiert

Die späteren Sieger – das Team der Jugendfeuerwehr Berg – bei ihrer ersten Aufgabe. Es galt, möglichst zügig mit dem Boot den Stein in der Mitte des Teiches zu umrunden.

Die späteren Sieger – das Team der Jugendfeuerwehr Berg – bei ihrer ersten Aufgabe. Es galt, möglichst zügig mit dem Boot den Stein in der Mitte des Teiches zu umrunden.

Foto: Uwe Lange

Seit dem 3. November 1994 gibt es in Hirschberg eine Jugendfeuerwehr – zum 25. Geburtstag hatte man sich vorigen Sonnabend in der Saalestadt einiges an Gästen eingeladen. Aber mit dem obligatorischen Gratulationscorps, war gleichzeitig das Kräftemessen bei einem Geländespiel verbunden. Ganz oben auf dem ­Treppchen stand hinterher die Jugendfeuerwehr aus Berg – ein schöner Pokal trat so die Reise ins benachbarte Oberfranken an.

Pokale gab es auch für das Team I der Jugendfeuerwehr Tanna sowie für die gemischte Truppe der Jugendfeuerwehr Naila samt Hirschberg/Gefell II auf dem Silber- beziehungsweise Bronze-Platz. Vierte wurde die Mannschaft Tanna II, vor dem Team Hirschberg/Gefell I.

Jugendwart Robert Meixner, der seit 1. März 2019 an der Spitze der 18-köpfigen Truppe (zwölf aus Hirschberg und sechs aus Gefell) steht, eröffnete das ganze Spektakel. Bevor er die Teams auf ihre spannende Tour mit sieben Stationen schickte, betonte er: „Die Jugendfeuerwehr ist in all den Jahren zu einem festen Bestandteil der freiwilligen Feuerwehr geworden und dient neben der Brandschutzerziehung auch zur Förderung von technischem Verständnis sowie sozialen Kompetenzen. Das liegt uns sehr am Herzen.“

In dem zurückliegenden Vierteljahrhundert gab es wie überall Höhen und Tiefen. Beispielsweise begann man damals mit 33 Mitgliedern, konnte aber diese Anzahl nicht halten. Lutz Gablenz, selbst über viele Jahre Jugendfeuerwehrwart, erinnerte an den Rückgang Jahr für Jahr: „2008 hatte unsere Jugendfeuerwehr nur noch ein Mitglied. Voran ging es erst wieder, als im Thüringer Brandschutzgesetz das Mindestalter für den Eintritt in die Nachwuchswehr auf sechs Jahre reduziert wurde. 2014 zum Beispiel gehörten schon wieder 15 Jugendliche dazu.“ Es war ihm an diesem Tag zudem ein Bedürfnis, allen zu danken, die sich in 25 Jahren in verantwortlicher Position für die Jugendfeuerwehr engagiert haben: Gerhard Kant, Rico Helm und Peter Hauke, Jürgen Schmidt, Mirko Narosch, ­Daniela Große sowie Ronald Groh.

Im Winter steht nach Aussage von Robert Meixner – der 2016 als Quereinsteiger zur Feuerwehr kam – einiges an Theorie auf dem Plan. Schauplatz ist schwerpunktmäßig der Schulungsraum im Gerätehaus und wenn es beispielsweise um Fahrzeugkunde geht, die große Halle, in der die Einsatztechnik abgestellt ist. „Im Sommer gibt es viel Praxis draußen. Es wird zum Beispiel mal ein Löschangriff aufgebaut oder eine Technische Hilfeleistung durchgespielt“, erklärte der, bevor es zusammen mit ihm zu den einzelnen Stationen ging. Nahe dem Museum hieß es da „Kuppeln einer Saugleitung“. Wie könnte es bei der Feuerwehr anders sein, natürlich lief die Stoppuhr. Solche Grundtätigkeiten eines Feuerwehrmannes müssen auch beim Nachwuchs sitzen. Spätestens dann, wenn im Alter von 16 Jahren ein Wechsel zu den aktiven Einsatzkräften ins Auge gefasst wird.

Im Park der Ambulanz war das Allgemeinwissen der Feuerwehr-Eleven gefragt. Bevor sie sich auf dem Sportplatz der Herausforderung des Leinenbeutel-Weitwurfes stellten. Da war Action! Dirk Weisflog von der Feuerwehr Ullersreuth erklärte zunächst die Aufgabe, bevor die Beutel flogen. Vom Team Tanna II tauchten 9.50 Meter als Bestwerte im Auswertebogen auf.

Weiter gab es einen Hindernisparcours in der Schule, am Schloss ging es um die persönliche Ausrüstung und am Saalewehr um Tasten, Riechen, Fühlen. Teamgeist und Geschick waren gefragt, als der steinerne Springbrunnen (in Betrieb) im Teich am Gerätehaus mit dem Boot umrundet werden musste.

Zugegen war dann am Nachmittag am Gerätehaus auch Bürgermeister Rüdiger Wohl (parteilos) – der an den 1. Vorstand des Feuerwehrvereins, Lutz Gablenz, und an Jugendwart Robert Meixner eine Dankesurkunde der Stadt übergab sowie der Truppe insgesamt zum 25-Jährigen gratulierte.

Meine Meinung:

Ausbildung bei der Jugendfeuerwehr Hirschberg ist immer mittwochs von 17 bis 18 Uhr im Gerätehaus

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