Verschärfte Regelungen bei Gewässern

Langanhaltende Trockenheit, macht sich auch im Saale-Orla-Kreis  immer mehr bemerkbar.(Archivfoto)

Langanhaltende Trockenheit, macht sich auch im Saale-Orla-Kreis immer mehr bemerkbar.(Archivfoto)

Foto: Sebastian Kahnert / Dpa

Saale-Orla-Kreis.  Entnahmeverbot soll niedrigen Wasserständen im Saale-Orla-Kreis entgegenwirken und schließt die namensgebenden Flüsse des Landkreises erstmals mit ein.

Zum 17. August 2022 soll das weitgehende Verbot, welches seit Juni 2019 besteht, Wasser aus oberirdischen Gewässern abzuschöpfen, verschärft und erweitert werden. Eingeschlossen sind Bäche, Flüsse, Teiche, Seen und Quellen im Saale-Orla-Kreis. Bislang waren die beiden namensgebenden Flüsse des Landkreises, inklusive der Talspeere von diesen Maßnahmen ausgenommen. Grund für den Umschwung sei die langanhaltende Trockenheit, welche die Orla, wie auch die Saale mit sehr niedrigen Wasserständen stark getroffen habe.

,,Da der Saalezufluss zu den Talsperren am Pegel Blankenstein-Rosenthal sehr gering ist und unter der Mindestwasserabgabe der Talsperren liegt, wurde sich dazu entschieden, die gesamte Saale in das Entnahmeverbot einzuschließen, auch wenn in den Talsperren selbst aktuell noch genügend Wasser ist“, erklärt Fachdienstleiter Heiko Günther.

Untersagt sei sowohl die Wasserentnahme mittels Pumpe, als auch das Schöpfen mit Handgefäßen. Bei Verstößen oder fehlender Erlaubnis, sollen Bußgelder bis zu 50.000 Euro drohen. Weiterhin erlaubt ist die Wasserentnahme aus dem Grundwasser, insbesondere über Brunnen.