Meine Meinung

Trotz Risiko zur Arbeit

Conni Winkler über den Dienst an der Allgemeinheit

Conni Winkler

Conni Winkler

Foto: Conni Winkler

Corona stellt derzeit jeden Menschen vor ungeahnte Herausforderungen. Seien es die Kontakteinschränkungen, die geschlossenen Bars, Kneipen und Clubs oder das für manche so sehr lästige Maskentragen. Ganz zu schweigen von der Angst vor Ansteckung, die viele Menschen haben. Doch trotzdem drehen sich die Räder der Wirtschaft und des täglichen Lebens weiter. Ärzte und Pfleger werden derzeit besonders hoch geschätzt, weil sie an vorderster Front im Kampf gegen Corona stehen. Zurecht. Doch da gibt es auch noch die Erzieher in den Kindergärten und Schulhorten, die wesentlich dazu beitragen, dass trotz aller Einschränkungen die Menschen ihrer Arbeit nachgehen können, weil die Kinderbetreuung abgesichert ist.

Was wäre, wenn sie das nicht tun würden? Wenn sich die Erzieherinnen, die zu Risikogruppen gehören, vom Dienst freistellen lassen würden? Wenn sie die zusätzliche Arbeitsbelastung durch die Hygienekonzepte nicht einfach so stemmen würden? Dann käme das System schnell an seine Grenzen. Mütter und Väter müssten wieder verstärkt ihre Kinder zu Hause betreuen. Der Unmut der Bevölkerung über die Corona-Maßnahmen würde weiter zunehmen. Daher kann man die Arbeit derer, die sich trotz dem Risiko einer Corona-Infektion mit schwerem Verlauf ihrem Dienst an der Allgemeinheit stellen, nicht genug danken. Davor ziehe ich meinen imaginären Hut.