Überholversuch zwischen Bad Lobenstein und Saaldorf endet dramatisch

Saaldorf  Eine 20-jährige Autofahrerin ist am Montag auf der Bundesstraße 90 bei der Kollision mit einem Lkw schwer verletzt worden. Erst Ende September gab es einen tödlichen Unfall.

Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Lobenstein und Helmsgrün leisteten am Montagmorgen technische Hilfe auf der B 90.

Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Lobenstein und Helmsgrün leisteten am Montagmorgen technische Hilfe auf der B 90.

Foto: Peter Hagen

Schon wieder kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 90 zwischen Bad Lobenstein und Saaldorf.

Am Montag gegen 8 Uhr geriet die 20-jährige Fahrerin eines VW Golf, die in Richtung Bad Lobenstein unterwegs war, zu weit nach links und kollidierte mit einem entgegenkommenden Lastzug. Das Auto wurde herumgerissen und kam entgegengesetzt zur ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stehen. Der Lkw geriet nach der Kollision links von der Fahrbahn ab und wurde von der Leitplanke auf­gefangen.

B 90 war voll gesperrt

Bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge hatte die Autofahrerin, die mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden ist, offenbar versucht, einen Überholversuch zu starten. Sie befand sich allein in dem Pkw. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Mit rund 40.000 Euro wird der geschätzte Sachschaden beziffert.

Aufgrund des Unfalls war die B 90 zunächst voll gesperrt. Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Lobenstein und Helmsgrün leisteten technische Hilfe. Nach Abschluss der Bergungsarbeiten konnte die Fahrbahn gegen 12.15 Uhr wieder komplett freigegeben werden.

Tödlicher Unfall am 27. Oktober

Erst am 27. September war auf gleicher Strecke zwischen Bad Lobenstein und Saaldorf ein 54-jähriger Autofahrer bei der Kollision mit dem Gegenverkehr getötet worden. Hier ergaben die Unfallermittlungen inzwischen, dass der Mann aus dem Saale-Orla-Kreis, der sich auf dem Heimweg befand, zu schnell in eine Rechtskurve gefahren ist. Auch er war daraufhin zu weit nach links geraten und mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen, dessen zwei Insassen Verletzungen erlitten.

Das polizeiliche Ermittlungsverfahren zu diesem tragischen Unfall ist inzwischen abgeschlossen und aufgrund des tödlichen Ausgangs für den Verursacher das bei der Staatsanwaltschaft laufende Verfahren eingestellt worden. Das Auto, ein Ford Fiesta, war für mögliche nähere Untersuchungen zunächst sichergestellt worden. Durch Aufklärung der Unfallursache seien aber an dem Fahrzeug keine weiteren Maßnahmen erforderlich gewesen, sodass es wieder freigegeben und Angehörigen herausgegeben worden ist.

Ölspur spielte keine Rolle

Eine Ölspur, die einige Zeit vor dem tödlichen Unfall in der Nähe bemerkt und der Rettungsleitstelle mitgeteilt worden war, soll keine Rolle gespielt haben, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung. „Der Ölspur-Meldung ist die Polizei nachgegangen und hat die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet“, teilt dazu die Landespolizeiinspektion mit, „des Weiteren wurde der Straßenbaulastträger als Verantwortlicher zur Beseitigung der Ölspur mit verständigt. Ein Verantwortlicher hat sich in seiner Zuständigkeit vor Ort gekümmert und die entsprechende Beschilderung gestellt, was durch die Rettungsleitstelle an die Polizei in Schleiz zurückgemeldet wurde.“

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