Überörtliche Feuerwehrausbildung im Saale-Orla-Kreis untersagt

Schleiz.  Überörtliche Ausbildungen von Feuerwehrkräften sind im Saale-Orla-Kreis bis auf Weiteres ausgesetzt.

Eine Szene aus der Kreisausbildung zum Truppmann und zur Truppfrau aus dem Februar dieses Jahres.

Eine Szene aus der Kreisausbildung zum Truppmann und zur Truppfrau aus dem Februar dieses Jahres.

Foto: Oliver Nowak

Im gesamten Saale-Orla-Kreis ist die überörtliche Ausbildung von Feuerwehrkräften bis auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Grund dafür ist ein Schreiben aus dem Thüringer Innenministerium.

Wie unsere Zeitung erfuhr, sollen nach dem Willen des Thüringer Innenministeriums keine überörtlichen oder kreisweiten Ausbildungen mehr stattfinden, solange in den jeweiligen Landkreisen eine 7-Tage-Indizes von 35 oder mehr Coronainfektionen pro 100.000 Einwohner zu verzeichnen sind. Demnach wäre es mit dem Stand der Infektionszahlen von Freitag nur noch in der kreisfreien Stadt Eisenach möglich, überörtliche Feuerwehrausbildungen anzubieten.

Allerdings heißt es in dem Schreiben aus dem Innenministerium, dass es sich dabei lediglich um eine Empfehlung handelt. Hintergrund der Empfehlung, überörtliche Feuerwehrausbildungen nicht mehr anzubieten ist mutmaßlich, eine Verbreitung des Coronavirus durch solche Veranstaltungen auf zeitgleich viele Feuerwehren in einem Landkreis zu verhindern.

Das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises sagte daraufhin basierend auf der Handlungsempfehlung des Thüringer Innenministeriums alle Kreisausbildungen ab. Örtliche Lehrgänge hingegen könnten weiterhin erfolgen, die Verantwortung dafür liege bei der Kommune. Für die Stützpunktfeuerwehr Schleiz wurden daraufhin auch alle Ausbildungsdienste und Lehrgänge gestrichen. In diesem Fall jedoch nicht von der Stadt selbst, sondern von Stadtbrandmeister Ronny Schuberth. „Wir haben neben der Stützpunktfeuerwehr Schleiz noch viele weitere Ortswehren. Ein Infektionsgeschehen innerhalb der Einsatzzüge ausgelöst durch gemeinsame Ausbildungen könnten im kleineren Rahmen die gleichen Probleme auslösen, welche das Thüringer Innenministerium vermeiden möchte“, sagte er.

Dennoch habe er sich gewünscht, dass das Thüringer Innenministerium, anstatt Handlungsempfehlungen herauszugeben, Nägel mit Köpfen macht und klare Anweisungen formuliert. „Ich bin froh, dass unser Kreisbrandinspektor Uwe Tiersch diese klaren Anweisungen macht“, kommentiert Ronny Schuberth.