Vaterfreuden und Hattrick für Sebastian Mai vom VfR Bad Lobenstein

Bad Lobenstein  Der Top-Torjäger des VfR Bad Lobenstein trifft beim 3:1 über den FSV Grün-Weiß Stadtroda dreifach und sorgt damit für immer tiefere Sorgenfalten beim Titelanwärter. Dessen Aufholjagd ist vorerst gestoppt.

VfR-Torjäger Sebastian Mai bejubelt sein Tor zum 2:0 mit der passenden Geste zu seinen derzeitigen Vaterfreuden.

VfR-Torjäger Sebastian Mai bejubelt sein Tor zum 2:0 mit der passenden Geste zu seinen derzeitigen Vaterfreuden.

Foto: Bernd Schneider

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Einen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft in der Landesklasse, Staffel 1 mussten am Sonnabend die Fußballer des FSV Grün-Weiß Stadtroda einstecken. Sie unterlagen bei der SG VfR Bad Lobenstein mit 1:3. Der Rückstand auf den aktuellen Tabellenführer BSG Chemie Kahla beträgt wieder sechs Punkte. Die Aufholjagd nach dem verpatzten Saisonstart der Stadtrodaer mit den beiden Niederlagen bei der SG Traktor Teichel (1:2) und gegen den SV Blau-Weiß Neustadt/Orla (0:1) hat einen Dämpfer erlitten.

Überragender Mann des Sonnabend-Nachmittags in Bad Lobenstein war der Top-Torjäger der Heimmannschaft, Sebastian Mai. Vor dem Anpfiff stand der 31-Jährige schon bei zehn Saisontreffern. Nach dem Spiel steht hinter seinem Namen in der Torschützenliste die Zahl 13. „Ich habe keine Erklärung, warum es im Moment so gut bei mir läuft. Drei Tore zu erzielen gegen Stadtroda, das ist schon eine gute Quote. Vielleicht ist es ja an der Geburt meines zweiten Sohnes?“, sagte die sportliche Lebensversicherung der Bad Lobensteiner.

Vom Sportplatz direkt ins Krankenhaus

Mai hatte es nach seinem Arbeitstag im Trikot seines Heimatvereins eilig. Für ihn ging es zu seiner Frau und zu seinem Sohn ins Krankenhaus. Sohn Leano erblickte am Donnerstag das Licht der Welt. Zur vierköpfigen Familie Mai gehört auch der große Sohn Matteo. Der ist schon vier Jahre alt.

Einen Torjäger von der Klasse eines Sebastian Mai vermisst man bei den Grün-Weißen aus Stadtroda. Andreas Lelle, der kurz vor Schluss mit seinem Tor zum 1:3 nur Ergebnis-Kosmetik betrieb, steht jetzt bei vier Treffern für seinen neuen Verein. Damit zog er mit seinem Mitspieler Pascal Wollnitzke gleich, der im bisherigen Saisonverlauf auch schon viermal erfolgreich war. Knipser-Qualitäten kann man aber weder von Lelle noch von Wollnitzke verlangen. Ein Maximilian Klose hätte das Zeug, er ist aber beruflich stark eingebunden. Ein Paul Weise ist ein Talent, er braucht aber mindestens die aktuelle Saison, um sich an die Landesklasse zu gewöhnen. Marian Rennert, der jüngere Bruder von Martin Rennert, ist zu verletzungs-anfällig.

Gute erste Hälfte nützt Stadtroda wenig

Dass Sebastian Mai den Gästen aus Stadtroda eine gute erste Halbzeit bescheinigte, wird den Verantwortlichen um das Trainer-Duo Steffen Richter und Peter Dauel wenig helfen. Überzeugt hat die Mannschaft, die im Sommer 2020 Staffelsieger werden will, bisher nur punktuell, vielleicht beim Kantersieg gegen das Schlusslicht FSV Grün-Weiß Blankenhain (8:0), vielleicht in Kahla (4:0) bei einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft. Danach folgten die Zittersiege gegen den SV Schott Jena II (3:2), in Kaulsdorf (2:1) und das Wackel-Remis vor einer Woche daheim gegen den SV Moßbach (2:2).

Das 1:3 in Bad Lobenstein war bereits die dritte Saisonpleite der Grün-Weißen. Der Vorjahres-Staffelsieger SG TSV Gera-Westvororte und spätere Aufsteiger in die Verbandsliga leistete sich in der gesamten Saison 2018/19 gerade einmal drei Niederlagen – nach 26 Spielen.

Erst der zweite Sieg für Bad Lobenstein

Die sportlichen Gegner des FSV bis zur Winterpause werden nicht einfacher mit dem FSV Schleiz (H), der SG FC Motor Zeulenroda (A), dem SV Jena-Zwätzen (H), dem 1. FC Greiz (A) und dem FC Saalfeld (H). Für die Bad Lobensteiner, immerhin Vorjahreszweiter, war das 3:1 erst der zweite Dreier.

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