Vier Entwürfe für Schulanbau in Schleiz zur Auswahl

Schleiz.  Anfang Februar sollen vier Ingenieurbüros aus dem Saale-Orla-Kreis ihre Vorschläge einer Jury präsentieren.

Archivfoto: Nach dem erfolgten Abriss der alten Schulküche und des einstigen Katasteramtes beteiligen sich vier Ingenieurbüros aus dem Saale-Orla-Kreis am Ideenwettbewerb zur Erweiterung der Goetheschule und Quartierneugestaltung in Schleiz.

Archivfoto: Nach dem erfolgten Abriss der alten Schulküche und des einstigen Katasteramtes beteiligen sich vier Ingenieurbüros aus dem Saale-Orla-Kreis am Ideenwettbewerb zur Erweiterung der Goetheschule und Quartierneugestaltung in Schleiz.

Foto: Peter Cissek

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Die Kreis- und die Stadtverwaltung haben in Zusammenarbeit mit der Schleizer Regelschule vier Ingenieurbüros aus dem Saale-Orla-Kreis mit Entwürfen zum Schulerweiterungsbau und der Quartierneugestaltung parallel beauftragt. Die Entwürfe, die Ende 2019 im Landratsamt in Schleiz eingegangen sind, sollen demnächst bewertet werden.

„Uns gefallen die vier Entwürfe, die in ihren Ansätzen recht unterschiedlich sind, sehr gut. In der ersten Februar-Woche werden die vier Ingenieurbüros Gelegenheit bekommen, ihre Projekte vor Vertretern der Schule, der Stadt und des Landkreises vorzustellen und Fragen zu beantworten“, sagte Jens Heynisch, Fachbereichsleiter im Landratsamt, auf Anfrage der UBV-Fraktion am Montagabend zur Kreistagssitzung in Schleiz. Die Arbeiten werden nach einer Kriterienliste vermutlich mit Punkten bewertet. Es müsse also nicht der kostengünstigste Vorschlag, aber auch nicht das qualitativ hochwertigste Vorhaben umgesetzt werden. Idealerweise würden sich beide Auftraggeber auf ein Büro verständigen. Es könne aber durchaus passieren, dass der Landkreis als Schulträger und die Stadt als Projektentwicklerin unterschiedliche Büros für ihre Vorhaben beauftragen, so Heynisch.

Furcht, dass Kosten wieder aus dem Ruder laufen

UBV-Fraktionsvorsitzender Andreas Scheffczyk fragte, warum bei einem Zwei-Millionen-Projekt die Verwaltung und nicht der Bauausschuss oder Kreistag entscheide. Er beklagte, dass den Gremien noch keine konkreten Kostenschätzungen vorliegen. Scheffczyk befürchte, dass die Kosten wieder aus dem Ruder laufen könnten wie bei der brandschutztechnischen und energetischen Sanierung der Gemeinschaftsschule in Triptis.

Stadt hat Grundstück noch nicht verkauft

„Die Parallelbeauftragung habe einen Kostenrahmen von 10.000 Euro. Ich denke schon, dass die Verwaltung darüber entscheiden kann“, antwortete Heynisch. Ein Drittel des Geldes kommt von der Stadt, zwei Drittel vom Landkreis. Der Gewinner des Ideenwettbewerbs ­erhält kein Geld. Unter den drei ausgeschiedenen Architekten und Ingenieuren werde das Preisgeld leistungsgerecht aufgeteilt. Nachdem die Kreisverwaltung ein Büro ausgewählt habe, werde der Bauausschuss diese Entscheidung bestätigen dürfen.

Marko Bias (CDU), Kreistagsmitglied und Schleizer Bürgermeister, sagte, dass nach dem von der Stadt in Auftrag gegebenen Abriss der alten Schulküche und des einstigen Katasteramtes das Grundstück für den Schulanbau erst noch an den Landkreis veräußert werden müsse. „Alle vier Entwürfe, die vorgelegt wurden, sind für uns als Stadt akzeptabel. Wir wollen bei der Auswahl jedoch Wert auf die Stellungnahme der Schule legen.“

Die Stadt Schleiz werde sich an den Herstellungskosten des Schulgebäudes nicht beteiligen. „Wir hoffen jedoch auf Fördermittel“, sagte Jens Heynisch.

Landrat Thomas Fügmann (CDU) rechnet Mitte beziehungsweise Ende 2021 mit einer Aussage, über welches Fördermittelprogramm der Schulerweiterungsbau bezuschusst werden könne. „Ohne Fördermittel werden wir das Vorhaben leider nicht umsetzen können. Wenn die Fördermittelzusage da ist, geht es in die heiße Phase.“ Für die Bauphase werde ein Zeitraum von zwei Jahren anvisiert.

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