Mit dem Künstler im Gespräch

Walter Sachs auf Schloss Burgk vielfach „gelöchert“

Burgk.  Noch bis 17. November zeigt das Museum Schloss Burgk die Ausstellung „Walter Sachs. Beharrlich im Wandel.“ Präsentiert werden mehr als 100 Arbeiten.

Gemeinsam mit Walter Sachse, hier zu sehen im Kreise von Besuchern, hatte das Museum Schloss Burgk am Sonntag zu Rundgängen und einem Künstlergespräch bei Kaffee, Wein sowie Plätzchen in die Neue Galerie eingeladen.

Gemeinsam mit Walter Sachse, hier zu sehen im Kreise von Besuchern, hatte das Museum Schloss Burgk am Sonntag zu Rundgängen und einem Künstlergespräch bei Kaffee, Wein sowie Plätzchen in die Neue Galerie eingeladen.

Foto: Foto: Renate Klein

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In knapper, eindeutiger Bildsprache übermittelt der Bildhauer und Grafiker Walter Sachs aus Weimar seine Gedanken – tiefsinnig, aussagekräftig, kritisch und humorvoll, teils lapidar und schlicht, überraschend realistisch. Bis zum 17. November kann man auf Schloss Burgk die Ausstellung „Walter Sachs. Beharrlich im Wandel“ besuchen.

Am Sonntag trafen sich Kunstinteressierte aus nah und fern in der Neuen Galerie. Gemeinsam mit Walter Sachs hatte das Museum zu Rundgängen und einem Künstlergespräch bei Kaffee, Wein und Plätzchen eingeladen. Nachdem Museumsleiterin Sabine Schemmrich die Gäste begrüßt und aufgefordert hatte, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen, entwickelte sich ein interessanter Dialog zwischen Besuchern und Walter Sachs. Der Künstler erfand für seine Grafiken eine eigene Technik. Er bringt Tusche mit Pinseln auf weißes Papier. Mit vielen Fragen wurde er „gelöchert“, und antwortete angenehm bescheiden.

„Ab und zu gönne ich mir, etwas zu schreiben und daraus ist jetzt ein Büchlein geworden“, verriet Sachs. Er las einige seiner Gedichte aus dem kleinen Buch vor, die er mit Zeichnungen bereicherte. Das Buch mit dem Titel „Vogelfutter“ ist ein vergnügliches Bändchen, sicher auch tröstlich in schwierigen Lebenslagen.

Aus Weimar hatte Walter Sachs die Cellistin Christina Meißner mit nach Burgk gebracht. Musik um Hildegard von Bingen brachte sie zu Gehör und zeigte dabei, dass auch sie ein Ausnahmetalent ist, welches eigene Wege geht. Die Gäste bestaunten ihr meisterhaftes Cello-Spiel, ebenso wie metallisch klingende Sequenzen und leise, förmlich flüsternde Töne. Die Klangfülle war erstaunlich.

„Das ist eine sehr schöne Veranstaltung mit einer guten Korrespondenz zwischen den Aussagen des Künstlers und der Musik“, sagte Ullrich Panndorf, ein Besucher aus Weimar. Er wunderte sich über die Akustik des Raumes. Auch andere Gäste lobten den Nachmittag als eine schöne Idee, von der sie nicht erwarteten, dass so viel inhaltlich Interessantes rüber kommt.

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