Wanderunglück im Saale-Orla-Kreis: Nudist rollt Steilhang 70 Meter hinab

Burgk.  67-jähriger Mann überlebt den Sturz beim Nacktwandern mit schweren Verletzungen.

Notarzt, Rettungswagen, die Feuerwehr Schleiz und ein Rettungshubschrauber wurden wegen dem abgestürzten Nudisten nach Burgk alarmiert.

Notarzt, Rettungswagen, die Feuerwehr Schleiz und ein Rettungshubschrauber wurden wegen dem abgestürzten Nudisten nach Burgk alarmiert.

Foto: Joachim Rosenmüller

Ein Mann ist bei einer Nacktwanderung bei Burgk im Saale-Orla-Kreis am Freitagmittag einen Steilhang hinabgestürzt und schwer verletzt worden.

Der Unfall ereignete sich etwa auf Höhe des Friedhofs Burgk auf der gegenüberliegenden Saaleseite. Andere Teilnehmer aus der Nacktwandergruppe kletterten daraufhin den Hang zu dem Verletzten hinab und riefen die Rettungskräfte. Es war gegen 12.30 Uhr, als die Schleizer Stützpunktfeuerwehr, Rettungswagen und Notarzt zu dem Waldstück nahe Burgk alarmiert wurden. Der 67-Jährige war etwa 70 Meter tief den Saalehang hinabgestürzt und wenige Meter vor dem Wasser zum Liegen gekommen.

Feuerwehr seilt sich ab - Rettung mit Boot scheitert

Die Schleizer Feuerwehr seilten zwei Einsatzkräfte vom Hang her ab, um zu dem Verletzten zu gelangen. Zwei weitere Einsatzkräfte versuchten mit dem Schleizer Feuerwehrboot zur Unfallstelle zu gelangen. Das Scheiterte jedoch an dem niedrigen Wasserstand der Saale an diesem Punkt.

Der schwer verletzte Nudist wurde schließlich von den Einsatzkräften mit einer Trage durch die nicht einmal knietiefe Saale zum gegenüberliegenden Ufer getragen und von dort aus auf eine Wiese in Friedhofsnähe gebracht. Dort wurde der 67-Jährige von dem alarmierten Rettungshubschrauber aufgenommen und in eine Klinik zur medizinischen Versorgung geflogen.

Digitalfunk mit Nachteilen

„Während der Rettungsaktion haben wir die Schwächen des Digitalfunks zu spüren bekommen. Teilweise war in der Hanglage kein Empfang und die Kommunikation mit der Leitstelle unterbrochen“, schildert der Schleizer Stadtbrandmeister Ronny Schuberth. Auch im Direktfunkmodus sei trotz Aufbau eines Funkverstärkers die Kommunikation über die neuen Digitalfunkgeräte schwierig gewesen.

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