Warum Klimastreik-Plakate nicht in die Schaukästen durften

Ziegenrück.  Claus Irmscher und Gisela Rein wollten Fridays-for-Future-Plakate in Schaukästen der Stadt Ziegenrück hängen. Doch der Bürgermeister lehnte ab.

Die Ziegenrücker Autoren Gisela Rein und Claus Irmscher wollten Fridays-for-Future-Plakate in den städtischen Schaukästen aushängen.

Die Ziegenrücker Autoren Gisela Rein und Claus Irmscher wollten Fridays-for-Future-Plakate in den städtischen Schaukästen aushängen.

Foto: Peter Cissek

Für diesen Freitag hat die Fridays-for-Future-Bewegung zu einer bundesweiten Aktion als Klimastreik aufgerufen. Die Ziegenrücker Senioren Claus Irmscher und Gisela Rein wollten die Aktion unterstützen und Plakate in die örtlichen Schaukästen hängen. Doch das ließ Bürgermeister Horst Maschke (parteilos) nicht zu.

Beim globalen Klimastreik ist am Freitag von 14 bis 18 Uhr mit dem „Klimasofa“ eine Aktion in der Breiten Straße in Pößneck geplant. „Um auf den dringenden Politikwechsel aufmerksam zu machen, Kohlendioxid zu verringern und alternative Energieerzeuger zu fördern“, wollten die Ziegenrücker Schriftsteller Claus Irmscher und Gisela Rein die Aktion unterstützen. Weil in ihrer Stadt von Fridays for Future nichts geplant ist, hat sich das Paar von der Klimaschutzbewegung Plakate schicken lassen. „Damit die Bürger wenigstens erfahren, was anderswo geschieht, erklärte ich mich bereit, Plakate zu verteilen, die mir zugeschickt wurden. Diese haben wir in der einzigen Verkaufsstelle Saalemarkt, im Hotel am Schlossberg, in der Bäckerei und im eigenen Schaufenster am Haus und vor der Poetenstube ausgehängt. Meine Bitte an die Stadt, dafür auch die örtlichen Schaukästen zu nutzen, wurde vom Bürgermeister Maschke nach Aussage der Mitarbeiterin abgelehnt, beklagte Claus Irmscher.

„Ich bin auch für den Klimaschutz. Wir haben in Ziegenrück beispielsweise die Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Leuchten umgestellt. Doch bei den Schaukästen müssen sich alle an bestimmte Regeln halten. Sie sind ausschließlich für Informationen der Stadt Ziegenrück und der Verwaltungsgemeinschaft da“, sagte Bürgermeister Horst Maschke.

Alle anderen Interessenten könnten Plakate anbringen und das vorab beim Ordnungsamt der VG Ranis-Ziegenrück kostenpflichtig beantragen, was auch donnerstags im Ziegenrücker Rathaus möglich ist, riet der Bürgermeister Horst Maschke.