Wieder Demonstration für Schleizer Krankenhaus

Schleiz.  Protestzug soll am 6. Juni auf dem Neumarkt starten und auf massiven Mitarbeiter- und Ärztemangel hinweisen.

Bei einem vergangenen Protest demonstrierten Hunderte Menschen für den Erhalt des Schleizer Krankenhauses.

Bei einem vergangenen Protest demonstrierten Hunderte Menschen für den Erhalt des Schleizer Krankenhauses.

Foto: Oliver Nowak

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In Schleiz soll erneut für das Schleizer Krankenhaus demonstriert werden. Der Sprecher des Arbeitskreises „Krankenhaus Schleiz muss bleiben“, Hartmut Jacobi, hat für Samstag, 6. Juni, ab 10 Uhr eine Demonstration auf dem Neumarkt angemeldet.

Erneut sollen dann die Demonstranten vom Neumarkt aus vor das Schleizer Krankenhaus ziehen. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass sich der Aufsichtsrat des Krankenhauses und die Geschäftsführung mit unserem Anliegen auseinandersetzt und auf unseren Landkreis zugeht. Wir fordern die Einhaltung des 7. Thüringer Krankenhausplanes und die Fortführung des Schleizer Krankenhauses in der Grund- und Regelversorgung“, erklärte Hartmut Jacobi gegenüber dieser Zeitung.

Nach wie vor gebe es im Krankenhaus einen erschreckend hohen Personalmangel. Sowohl im Bereich der Pflegekräfte als auch bei den Ärzten. „Wir fordern, dass Geschäftsführung und Aufsichtsrat dafür Sorge tragen, dass nicht noch mehr Mitarbeiter und Ärzte das Schleizer Krankenhaus verlassen, sondern mehr hinzukommen“, sagt Hartmut Jacobi. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass weitere Abteilungen vorübergehend schließen könnten, weil die geforderte Anzahl an Ärzten und Fachärzten nicht zur Verfügung steht. Das wäre ein massiver und gefährlicher Einschnitt in die Gesundheitsversorgung. Wenn nötig, müsse die Greizer Geschäftsführung Ärzte aus dem Greizer Krankenhaus abziehen, um die Sicherheit in der Gesundheitsversorgung in der hiesigen Region zu gewährleisten.

Protest soll kreativ gestaltet werden

Wie auf der ersten Demonstration für den Erhalt des Schleizer Krankenhauses am 22. Februar, ruft der Anmelder wieder dazu auf, den Protest kreativ zu gestalten. „Es wäre ein starkes Signal, wenn die Teilnehmer eventuell in Arzt- oder Schwesternkittel erscheinen. Kommt mit Kinderwagen, gelbe Westen, verbindet euch Arm und Bein oder Kopf“, ruft Hartmut Jacobi auf. Auch Plakate, Banner und Protestschilder wären gerne gesehen. Den Verantwortlichen des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung müsse gezeigt werden, dass sie Ursachen für die Missstände im Schleizer Krankenhaus seien.

Die Teilnehmer der Demonstration sollten einen Mund-Nase-Schutz nicht vergessen. Auch die Abstandsregel von 1,5 Metern sei während des Protestaufzuges zu beachten.

Die genauen Hygienevorschriften für die Demonstration werden vor Beginn der Veranstaltung verlesen.

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