Zahn der Zeit nagt an der Wysburg

Burgverein plant in Weisbach notwendige Reparaturarbeiten an der Ruine, die im vergangenen Jahr nicht möglich waren

Viele freiwillige Helfer haben in den vergangenen Jahren bei Ausgrabungen und Sanierungen auf der Wysburg geholfen.

Viele freiwillige Helfer haben in den vergangenen Jahren bei Ausgrabungen und Sanierungen auf der Wysburg geholfen.

Foto: Sophie Filipiak / OTZ

Weisbach. Noch ruht die Wysburg im Winterschlaf, nur wenige Besucher wagen den Aufstieg durch den schneereichen Wald hin zur Ruine bei Weisbach. Die Planungen für die Arbeiten und Aktionen in diesem Jahr machen aber gerade keine Winterpause. Denn in den kommenden Monaten muss einiges getan werden, um die Wysburg für die neugierigen Besucher zu erhalten.

Dringende Sanierungen

„Wir müssen das nachholen, was wir im vergangenen Jahr nicht schaffen konnten“, erklärt Hubert Roßbach, Vorsitzender des Burgvereins. Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie lag das Vereinsleben brach, zudem konnten große Arbeitseinsätze nicht organisiert werden. Aber eben viele helfende Hände sind regelmäßig notwendig, um die Ruine der Wysburg zu erhalten und neue Entdeckungen zu machen. „Wir müssen zum Beispiel unbedingt die Mauern sanieren, sonst stürzen sie irgendwann ein“, so Hubert Roßbach. Auch die Geländer auf der Anlage müssen teilweise repariert werden.

Ob es in diesem Jahr wieder zu den dringend notwendigen Arbeitseinsätzen kommen wird, ist jedoch noch fraglich. Normalerweise vermittelt der Verein Junger Freiwilliger in Berlin junge Menschen aus der ganzen Welt für dieses Projekt. „Einen entsprechenden Antrag haben wir zwar schon gestellt, aber im Berliner Büro arbeitet wegen eines Corona-Falles nur eine Notbesetzung“, erklärt Hubert Roßbach. „Daher müssen wir in dieser Sache einfach abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt.“ Er hofft, dass dieser besondere Besuch im Sommer wieder möglich ist. Denn die jugendlichen Helfer kommen nicht nur zum Arbeiten nach Weisbach, sondern auch um das kulturelle Leben auf dem Dorf kennenzulernen.

Neue Ausstellung

Viele Feiern und Treffen des Burgvereins mussten im vergangenen Jahr ausfallen, unter anderem auch das Dorffest, der Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Ortes in der Gemeinde Remptendorf. Auch das Burgfest, das für Anfang August geplant war, musste abgesagt werden. Dabei gab es im vergangenen Jahr einiges zu feiern, unter anderem das 25-jähriges Bestehen des Burgvereins.

Ein wenig älter ist die Dauerausstellung zur Wysburg, die in der Heimatstube in Weisbach zu sehen ist. Derzeit wird laut Hubert Roßbach an der Konzeption einer neuen Ausstellung gefeilt. Der Verein aber auch Forscher müssen sich für Informationen zur Geschichte der Burg vor allem auf die Funde vor Ort stützen, da es kaum schriftliche Überlieferungen zur Wysburg gibt. Daher wurde in den vergangenen Jahren immer wieder Fundstücke bei Ausgrabungen ans Tageslicht gebracht. Diese neuen Zeugen, die Aufschlüsse über das Leben im Mittelalter auf der Burg liefern, sollen in dieser neuen Ausstellung präsentiert werden.