Saale-Orla-Kreis: Wenig Zeit, um Wald vor Windkraft zu schützen

Schleiz.  Saale-Orla-Kreistagsmitglieder appellieren an Landtagsabgeordnete, Waldgesetz zügig zu ändern.

Ministerpräsident Bodo Ramelow hat am 13. Juni 2018 bei einer Thega-Weiterbildungsfahrt für Bürgermeister in Gefell-Straßenreuth für Windenergie geworben. Hier stehen die ersten zwei Windräder in Thüringen im Wald.

Ministerpräsident Bodo Ramelow hat am 13. Juni 2018 bei einer Thega-Weiterbildungsfahrt für Bürgermeister in Gefell-Straßenreuth für Windenergie geworben. Hier stehen die ersten zwei Windräder in Thüringen im Wald.

Foto: Peter Cissek / OTZ

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Wolfgang Kleindienst (UBV) befürchtet, dass die von der FDP-Landtagsfraktion beantragte Änderung des Waldgesetzes für die geplanten Windkraftvorranggebiete im Kreis zu spät kommen könnte.

Die FDP will, dass keine Windräder im Wald aufgestellt werden. Da auch CDU und AfD gegen Windkraft im Wald sind, könnte der Antrag eine Mehrheit finden. Kleindienst wollte zur Kreistagssitzung von Landrat Thomas Fügmann (CDU) wissen, ob die Gesetzesänderung schon Auswirkung auf die meist im Wald liegenden geplanten Windvorranggebiete im Saale-Orla-Kreis hätte, welche die Regionale Planungsgemeinschaft in absehbarer Zeit bestimmen werde.

Fügmann verwies an die Landtagsabgeordneten: Christian Herrgott (CDU) sagte, dass es sich nun um einen FDP-CDU-Antrag handle. Ähnlich wie Ralf Kalich (Linke) rechne er nicht vor April oder Mai 2020 mit einem Ergebnis.

Neustadts Bürgermeister Ralf Weiße – als CDU-Kreistagsmitglied in der Planungsgemeinschaft vertreten – appellierte an die Landtagsmitglieder, Druck zu machen, damit das Waldgesetz so schnell wie möglich geändert werde. Denn die Planungsgemeinschaft könne nur geltende Gesetze umsetzen.

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