Zeltplatz in Pöritzsch „superleise“ und ohne Wasseranschluss

Pöritzsch  Festivalgäste verärgert über die spärlichen Campingleistungen angesichts der stolzen Preise

Tankstation fürs Wasser: Der Ausweichzeltplatz in Pöritzsch hatte keinen Wasseranschluss. Drei Mal täglich lieferte ein Wasserwagen.

Tankstation fürs Wasser: Der Ausweichzeltplatz in Pöritzsch hatte keinen Wasseranschluss. Drei Mal täglich lieferte ein Wasserwagen.

Foto: Peter Hagen

Premiere für den Zeltplatz „Superleise“: Erstmals gab es bei „SonneMondSterne“ für die Besucher einen Zeltplatz in Pöritzsch. Eine Ausweich­variante, weil im Bereich des Kulmberges sechs Hektar nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nicht bei allen Gästen kam die Alternative gut an. „Hier gibt es kein Wasser und die wenigen Toiletten sind Mittag schon voll“, schimpfte eine Gruppe, die aus Mainz angereist war.

„Das Festival selbst ist super, die Leute vom Sicherheitsdienst helfen uns, wo sie nur können“, wird betont. Aber bei den Leistungen fürs gezahlte Geld werden Abstriche gemacht. „119 Euro kostet das Ticket, dann jedes Auto 25 Euro, jede Person nochmals 38 Euro plus zwölf Euro pro Kopf fürs ­Duschen“, wird die Rechnung fürs Zelten aufgemacht. „Dabei können wir hier gar nicht ­duschen. Es gibt nicht mal Wasser zum Händewaschen nach dem Toilettengang.“

Der Festivalveranstalter hatte organisiert, dass drei Mal täglich ein Wasserwagen anrollt. Da konnte sich jeder, der entsprechende Behälter dabei hatte, ­bedienen.

„Wir haben das im Blick und werden nächstes Jahr andere Maßnahmen ergreifen“, kündigt ein Sprecher des Veranstalters an. Zumindest habe die Gelegenheit bestanden, halbstündlich mit einem Bus gratis das Festivalgelände zu erreichen, wo sich die Duschen befinden. Trotzdem werde man reagieren.

Zu den Kommentaren