Zimmerei aus Dittersdorf baut Dachbinder für Feriensiedlung

Dittersdorf/Zeulenroda.  Die Beyer Ingenieur-Holzbau GmbH & Co KG aus Dittersdorf fertigt die Dachbinder für die 21 chaletartigen Ferienhäuser in der Manoah-Siedlung am Zeulenrodaer Meer.

Inhaber Dennis Beyer (links) und Mitarbeiter Sepp Winkler am Dachbinder.

Inhaber Dennis Beyer (links) und Mitarbeiter Sepp Winkler am Dachbinder.

Foto: Beyer Ingenieur-Holzbau/Dennis Beyer

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Die Firma Beyer Ingenieur-Holzbau GmbH & Co KG aus Dittersdorf fertigt die Dachgeometrien für die 21 chaletartigen Ferienhäuser in der Manoah-Siedlung am Zeulenrodaer Meer. Es ist zwar ein vergleichbar kleiner Auftrag für die 25 Mitarbeiter zählende Zimmerei. Dennoch ist Inhaber Dennis Beyer stolz, denn viele kleine Aufträge sorgen aktuell für eine sehr gute Auslastung des Unternehmens.

Beyer Ingenieur-Holzbau fertigt 16 Dachbinder mit Aussteifungen für jedes der größeren, von oben gesehen H-förmigen Ferienhäuser. Das Fichtenholz werde aus einem Sägewerk im 43 Kilometer entfernten Issigau geliefert und in Dittersdorf verarbeitet. Die Spannweite der Dachgeometrien betrage 3,61 Meter. „Wir können bis zu 28 Meter Spannweiten herstellen“, erklärte Dennis Beyer. Auf der Abbundanlage in Dittersdorf werden die Hölzer mit Nagelplattenbindern aus Metall zu Dachgeometrien montiert.

Beyer bedauert, dass Holz-Bausätze aus Österreich kommen

Dennis Beyer hätte gern einen größeren Auftrag im Manoah-Feriendorf erhalten. „Doch die Bauherren haben sich entschieden, die chaletartigen Ferienhäuser mit einem Holz100-Bausatz aus Österreich zu bauen. Wir stellen auch Wandelemente für den Holzrahmenbau her. Doch für die in Zeulenroda verwendeten Wände aus Vollholz haben wir nicht die geeigneten Maschinen“, bedauerte Beyer.

Der Feriensiedlungsname Manoah leite sich von einem hebräischen Wort her. Es stehe für „Gabe“ oder „Geschenk“, aber auch für „Ort der Ruhe“. All das will die Ferienhaussiedlung am Zeulenrodaer Meer bieten. Insgesamt sollen dem Gast ab Oktober 2020 drei Ferienhaus-Arten zur Auswahl stehen, die zwei bis acht Personen Platz bieten, ist auf der Homepage zu lesen. Die Auftragslage des Dittersdorfer Unternehmens, das ebenfalls Holzhäuser baut, sei sehr gut. Seit dem Kauf der Abbundanlage setze Beyer Ingenieur-Holzbau verstärkt auf die Montage von Dachkonstruktionen, die in vielen Fällen auf die Baustelle geliefert, aber nicht selbst montiert werde.

Froh über Baustellen im Umkreis von 100 Kilometern

„Unsere Aufträge sind breit gefächert. Wir machen viele Schalungen für Autobahnbrücken. Die Dachgeometrien wie in Zeulenroda, für die wir auch die Gewährleistung übernehmen, sind etwas für die Ewigkeit. Die mitunter in mehreren Bauabschnitten verwendeten Schalungen sind nur Hilfsmittel auf Baustellen, die letztlich thermisch verwertet werden“, sagte der Inhaber. Beyer Ingenieur-Holzbau habe im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Millionen Euro gemacht. Der Firmenchef ist froh über Baustellen im Umkreis von 100 Kilometern, die Mitarbeiter täglich mit einem Transporter ansteuern und nicht vor Ort übernachten müssen. Er habe an die Mitarbeiter appelliert, bei Anzeichen des Coronavirus nicht auf Arbeit oder die Baustelle zu kommen, um nicht Andere anzustecken.

„Wir hoffen auf einen guten Baufortschritt auf den Baustellen, damit unser Absatz auch weiterhin sehr gut bleibt. Wir haben ausreichend Material bestellt, um die zugesagten Aufträge auch bei möglichen Lieferschwierigkeiten abarbeiten zu können“, sagte Dennis Beyer.

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